ALLES NEBENEINKÜNFTE???

Widerstandrecht

Artikel 20 des Grundgesetzes :

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


KOPIE ;)

Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 1 von 39
Grundgesetz, Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer
Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und
Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der
vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende
Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben
alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht
möglich ist.
Diesen Text gibt es auch als Hörbuch unter:
www.wissensmanufaktur.net/steuerboykott
Rico Albrecht
Steuerboykott
„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“
Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland steht in Artikel 20 Absatz 2: „Alle
Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ – In Absatz 4 steht des Weiteren: „Gegen jeden,
der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum
Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Gegen Absatz 2 wird permanent verstoßen, denn die Staatsgewalt geht nicht wie
vorgesehen vom Volke aus, sondern von Banken, Konzernen, Medien und Politikern,
die ihre gemeinsamen Interessen gegen den Willen des Volkes durchsetzen. Ihre
Autorität über das Leben der Menschen wächst dank der Struktur des Geldsystems
immer weiter, während der Staat systematisch immer tiefer in die Schuldenfalle
getrieben wird.
Die produktiv arbeitenden Menschen müssen durch permanent steigende Steuern und
Abgaben immer mehr Zinsen, Pensionen, Diäten, Provisionen und Boni für Andere
erwirtschaften. Hunderte Milliarden Euro werden dem deutschen Steuerzahler derzeit
„alternativlos“ durch „systemrelevante“ Banken gestohlen. Die meisten Politiker und
Journalisten handeln dabei nur wie Marionetten des Mammons. Sie beschließen die
Gesetze und erzeugen die Meinungen, für die sie bezahlt werden.
Die Regierung verschenkt das Geld der Bürger und enteignet das Volk. „Staatsverschuldung“,
Zinsen und Steuern steigen systembedingt immer schneller an und
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 2 von 39
überschreiten derzeit die Grenzen dessen, was in einem Rechtsstaat durchsetzbar
wäre. Nun werden die Grundrechte und die verfassungsmäßige Ordnung Schritt für
Schritt beseitigt.
• Überwachung der Telekommunikation
• Einschränkung der Meinungsfreiheit
• Behinderung der informationellen Selbstbestimmung
• BKA-Gesetz
• Lissabon-Vertrag
• Gläserne Bankkonten
• Online-Durchsuchung
• Bewegungsprofile
• Wohnraum-Verwanzung
• Einsatz des Geheimdienstes zur Steuereintreibung
• Hehlerei mit gestohlenen Bankdaten und Prämien für Denunzianten
Diese Instrumente werden zum Teil heute schon dafür eingesetzt, die ständig
wachsende Belastung der Steuerzahler durchzusetzen und Aufstände einzudämmen.
Doch selbst der Überwachungsstaat stößt irgendwann an seine Grenzen, denn die
„Staatsverschuldung“ kann nichts anderes als wachsen.
Die Schuldenlüge
„Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen“, behauptet zumindest der
sogenannte „Bund der Steuerzahler“ und unterstützt damit die Politiker, wenn diese
mal wieder Steuern und Abgaben erhöhen wollen, denn „zukünftige Generationen
müßten ja ansonsten noch mehr Schulden zurückzahlen...“ Kann man das glauben?
Ganze Generationen sollen verschuldet sein? Bei wem denn? Die Generation, der
Staat – das sind doch wir alle! Bei wem sollen wir aber dann diese Schulden haben –
etwa bei anderen Generationen? Andere Staaten können es jedenfalls nicht sein, denn
die stecken ja selbst alle bis zum Hals in Schulden.
„Der Staat muß die Schulden zurückzahlen, denn sonst würde ihm ja niemand mehr
Geld leihen“, sagen all diejenigen, die systemkonform informiert wurden. Wozu aber
muß sich ein Staat denn überhaupt Geld leihen, obwohl er doch selbst die Hoheit über
seine Währung haben könnte? Weil es ansonsten Inflation gäbe? Haben wir die denn
nicht auch so? Wer hat denn das Geld, das dem Staat geliehen wurde,
überhaupt hergestellt und kassiert dafür all die Zinsen? Wessen Interessen
vertreten die Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen? Wem
ordnen sie sich unter, wenn sie für die immer schneller wachsende Zinslast immer
mehr Steuern eintreiben?
Die Bankenrettungspakete haben das wahre Gesicht unseres Finanzsystems zum
Vorschein gebracht. Die Banken brauchten Geld, also bekamen sie es vom Staat. Der
hatte aber selbst kein Geld, also lieh er es sich von den Banken. Doch woher hatten
diese denn nun plötzlich das Geld, um es dem Staat zu leihen? Banken verleihen eben
nicht – was viele heute immer noch glauben – vorhandenes Geld, nein sie erzeugen
es, indem sie Kredit geben. So entsteht das, was wir heute „Geld“ nennen – durch
Schulden.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 3 von 39
Die Rückzahlung der Systemverschuldung ist unmöglich.
Das Wachstum von Steuerlast und Schulden ist systembedingt. Geld entsteht
ausschließlich dadurch, daß Zentral- und Geschäftsbanken es verleihen. Die gesamte
Geldmenge wurde dem Staat, den Unternehmen und den Bürgern nur geliehen. Jeder
einzelne Euro müßte theoretisch zurückgezahlt werden. Nach der Rückzahlung aller
Schulden gäbe es kein Geld mehr.
Der gesamten Geldmenge steht also ein gleich großer
Schuldenberg gegenüber – plus Zinsschulden. Würde
man wirklich versuchen, alle Schulden zurückzuzahlen,
blieben am Ende noch die Zinsschulden übrig, denn
das Geld, das man dafür bräuchte, wurde noch nicht
hergestellt – es wurde noch nicht verliehen.
Doch unabhängig davon ist eine Rückzahlung dieser Geldmengen sowieso nicht
möglich, denn diese sammeln sich aufgrund des Zinseszinseffekts zunehmend in
riesigen Kapitalsammelbecken an. Immer stärkere Kapitalströme fließen in diese
Schwarzen Löcher des Finanzsystems, deren Besitzer mit dem Ausgeben dieser
Geldmassen kaum noch hinterherkommen und oft nicht einmal wissen, wieso sie
ständig so viel „verdienen“. Währenddessen gerät auf der anderen Seite fast die
gesamte Gesellschaft immer tiefer in die Schuldenfalle.
Technologie, Wissen, Waren und Dienstleistungen sind im Überfluß vorhanden. Nicht
die Menge an Geld ist für den Wohlstand einer Gesellschaft entscheidend, sondern
allein die Erzeugnisse aus Arbeit, und die gab es niemals zuvor so reichlich wie heute.
Die Frage ist nur, warum die Menschen, die all das erwirtschaften, sich selbst immer
weniger davon leisten können und Politiker und Medien sie zu immer mehr Arbeit für
immer weniger Lohn antreiben. Die Antwort darauf liegt in unserem Geld- und
Steuersystem und dem daraus resultierenden Machtgefüge.
Thomas Jefferson, der 1801-1809 der dritte Präsident der Vereinigten Staaten von
Amerika war, sagte damals: „Eine private Zentralbank, die Zahlungsmittel ausgibt, ist
für die Freiheiten der Menschen eine größere Gefahr als eine stehende Armee.“
Obwohl jeder mit Geld zu tun hat, wissen nur die Wenigsten, was Geld tatsächlich ist
und wie es in Umlauf kommt. Dabei ist das gar nicht so komplex wie die Menschen
glauben sollen. Das Wesentliche ist schnell erklärt und leicht zu verstehen, nämlich
die Geldschöpfung und der Zinseszinseffekt. Allein diese beiden Mechanismen
bewirken, daß sämtliches Volksvermögen langsam aber sicher auf die Hersteller des
leistungslos erzeugten Geldes und Inhaber der Kapitalsammelbecken umverteilt wird.
Das Geldsystem ist ein Taschenspielertrick.
Geld ist als Tauschmittel prinzipiell eine sehr nützliche Erfindung. Die Frage ist nur,
durch wen und wie es entsteht und wie es in Umlauf kommt. Geld war nicht etwa
immer schon irgendwie einfach so da. Und es wurde auch nicht vom Staat hergestellt,
denn sonst wären ja nicht alle Staaten verschuldet. Bei der Zentralbank kommen wir
der Sache schon etwas näher, aber selbst die ist nur für einen winzigen Bruchteil der
Geldmenge verantwortlich.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 4 von 39
Fast die gesamte Geldmenge entsteht in privaten Banken bei der Vergabe von
Krediten. Im Gegensatz zur „öffentlichen Meinung“ verleihen Banken nicht das Geld,
das dort von anderen Kunden deponiert wurde. Nein, dieses dient nur als Reserve,
während die Banken ein Vielfaches davon als Kredite vergeben. Kredite sind zwar kein
Geld im engeren Sinne, dennoch wirken sie wie „echtes“ Geld, mit dem man ganz
normal bezahlen kann.
Die Bundesbank selbst beschreibt diesen Prozeß der Geldvermehrung wie folgt: „Wenn
eine Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit gewährt, dann bucht sie in ihrer Bilanz
auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegenüber dem Kunden ein – beispielsweise
100.000 Euro. Gleichzeitig schreibt die Bank dem Kunden auf dessen Girokonto, das
auf der Passivseite der Bankbilanz geführt wird, 100.000 Euro gut. Diese Gutschrift
erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto – es entsteht Giralgeld, das
die Geldmenge erhöht.“
Alles was eine Geschäftsbank benötigt, um Kredite in Höhe von 100.000 Euro zu
vergeben, ist eine Reserve in Höhe von 2.000 Euro. Dieser Multiplikator-Effekt
entsteht durch den Mindestreservesatz von 2%. Banken haben also das Privileg,
selbst hergestelltes „Geld“ zu verleihen, dafür Zinsen zu verlangen und beim
Ausbleiben der Rückzahlung reale Werte durch den jeweils zuständigen Staatsapparat
pfänden zu lassen.
Dieses Privileg der Banken ist so entscheidend für das Verständnis unseres Finanz-,
Wirtschafts-, und Gesellschaftssystems, daß es anhand eines Beispiels noch einmal
verdeutlicht werden soll:
[Beispiel] Eine Bank gibt 100.000 Euro Kredit zu 5 % Zinsen für ein teilweise
finanziertes Haus. Um dieses Beispiel anschaulich zu halten, rechnen wir mit einer
kompletten Rückzahlung nach einem Jahr und gehen davon aus, daß die Bank über
mindestens 2.000 Euro Reserve verfügt:
Bei der Kreditvergabe bucht die Bank aus dem Nichts neue 100.000 Euro als
Guthaben auf das Konto des Schuldners. Im Gegenzug bekommt sie das Recht, das
Haus des Schuldners pfänden zu lassen, falls dieser den Kredit plus Zinsen nicht
zurückzahlen kann.
Kann der Häuslebauer die 100.000 Euro zurückzahlen, dann verschwindet das so
erzeugte Kreditgeld wieder, und die Geldmenge schrumpft entsprechend. Das Problem
liegt jedoch darin, daß er weitere 5.000 Euro für die Zinsen ergattern muß. Doch dazu
benötigte er einen Teil der Geldmenge, die durch andere Schuldner auf dieselbe Weise
in Umlauf gebracht wurde. Wollen alle ihre Schulden zurückzahlen, gibt es garantiert
immer jemanden, dem am Ende das Geld für die Zinsen fehlt. [Beispiel Ende]
Die Befürworter dieser Methode der Geldschöpfung weisen zwar zu Recht darauf hin,
daß das von den Banken in Umlauf gebrachte Geld nach der Rückzahlung der
Schulden wieder aus dem Verkehr gezogen wird. Aber inklusive Zinsen muß stets
mehr zurückgezahlt werden, als ursprünglich verliehen wurde. Will einer seine
Schulden inklusive Zinsen komplett zurückzahlen, muß es Andere geben, die dann
umso mehr Schulden haben. Diese Rolle kann zum Beispiel der Staat spielen.
Zwar wird auch hier wiederum entgegnet, daß die bezahlten Zinsen in Form von
Gehältern und Boni für Bankangestellte sowie durch Dividenden für Aktionäre wieder
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 5 von 39
in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen würden. Doch dies trifft nur teilweise zu.
Tatsächlich fließt der Großteil des Zinsstroms dorthin, wo das meiste Kapital
konzentriert ist. Wer Jahr für Jahr wachsende Milliardenzuflüsse hat, der gibt sie in der
Regel nicht komplett für seinen Lebensunterhalt aus. Vielmehr kommen diese
Geldmengen dann nur durch Verleih gegen Zinsen wieder in den Wirtschaftskreislauf
zurück, was dann die Kapitalsammelbecken auf der einen und die Verschuldung auf
der anderen Seite nur noch schneller anwachsen läßt.
Nun ist auch klar, wieso anscheinend die ganze Welt in Schulden versinkt: Die
gesamte Geldmenge entstand mit einer Rückzahlungspflicht aber sammelt sich
wegen des Zinssystems bei den Inhabern der großen Kapitalkonzentrationen an.
Wollten alle Staaten, Unternehmen und Privatpersonen ihre Schulden zurückzahlen,
müßten sie zuerst an dieses angesammelte Geld herankommen. Doch selbst wenn
ihnen das gelänge, blieben am Ende noch die Zinsschulden.
Eine Rückzahlung aller Kredite und somit der
gesamten Geldmenge kann und darf es in
diesem System nicht geben, denn danach
gäbe es kein Geld mehr. Jedes Bankkonto,
jeder Geldbeutel und alle Kassen wären dann
leer. Die Wirtschaft käme zum Erliegen.
Stattdessen wachsen Guthaben, Schulden
und Zinslasten immer schneller und immer
weiter an. Daß dieser Effekt nicht nur
Theorie, sondern Tatsache ist, kann man
leicht an der exponentiell wachsenden
Entwicklung der Staatsverschuldung
sämtlicher Staaten erkennen.
In diesem Teufelskreis der Kreditausweitung muß die Wirtschaft ständig mindestens
so schnell wachsen wie der Geld- und Schuldenberg, denn die zusätzlichen Schulden
müssen durch zusätzliche Sicherheiten gedeckt werden. Die Folge dieses
Schneeballsystems ist ein sich ständig beschleunigender Wachstumswahn. Um diesem
Mechanismus zu dienen, müssen immer mehr Häuser, Maschinen, Autos, Schiffe
u.s.w. auf Kredit produziert werden. Sobald die Wirtschaft aufhört zu wachsen, gibt es
überall Pleitewellen, obwohl nirgendwo materieller Notstand herrscht. Im
Gesamtsystem fehlt dann einfach nur das Geld für die Zinsen.
Insolvenzen sind in diesem Finanzsystem zwangsläufig – irgendwen trifft es
garantiert. Deshalb benötigen die Banken auch immer „Sicherheiten“, denn „mit
Sicherheit“ wird stets ein Teil davon gepfändet. Auf diese Weise häufen die Banken
immer mehr reale Werte an, obwohl sie nie etwas Reales verliehen hatten. „Die Bank
gewinnt immer.“ Dieser alte Taschenspielertrick basiert auf einfachster Mathematik
und funktioniert nicht nur im Casino, sondern ist die Basis unseres gesamten
Finanzsystems.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 6 von 39
Schleichende Enteignung durch Zinsen für Geld aus dem Nichts
Die Rückzahlung der sogenannten „Staatsverschuldung“, die ja in Wirklichkeit eine
Systemverschuldung ist, war niemals beabsichtigt und ist im Finanzsystem auch gar
nicht vorgesehen.
Die Verschuldung von Staat, Unternehmen und Privathaushalten war erforderlich, um
das von den Banken leistungslos erzeugte Kreditgeld in Umlauf zu bringen. Wollte der
Staat seinen Anteil am Schuldenberg reduzieren, müßte er entweder das Geld, das er
in Umlauf gebracht hat, zuzüglich Zinsen wieder einkassieren, oder andere müßten
sich im selben Ausmaß verschulden.
Theoretisch können sich zwar einzelne Systemteilnehmer entschulden, aber nur auf
Kosten anderer, die dann entsprechend mehr Schulden tragen müssten. Alle
zusammen können sich niemals entschulden – egal wie sehr sie sich anstrengen – und
sie sollen das aus Sicht der Systembetreiber auch gar nicht. Der Zweck dieser
Schulden sind die Zinsen, für die die Steuer- und Zinszahler immer mehr arbeiten
müssen und sich ausplündern lassen. Steuern und Zinsen sind der Motor für die
Umverteilung von Fleißig nach Reich.
Politiker und Ökonomen behaupten zwar immer wieder, das Wachstum der
Staatsschulden sei kein Problem, da ja auch die Wirtschaft wachse. Doch abgesehen
davon, daß die Wirtschaft nicht ständig wachsen kann, machen sie mit dieser
Argumentation einen großen Bogen um den Kern der Thematik. Sie liefern keine
Antwort auf die entscheidende Frage, wieso man überhaupt Zinsen dafür bezahlen
soll, daß sich in einer Volkswirtschaft Geld im Umlauf befindet.
Die Zinsfrage hat zwar auch etwas mit Ökonomie zu tun, sie ist aber im Wesentlichen
eine Frage der Macht. Zinsen können nur dann verlangt werden, wenn jemand
mächtig genug dafür ist. Sie bewirken systematisch eine immer schnellere
Konzentration der Macht bei denen, die durch das Zinssystem immer mehr Leistungen
von den arbeitenden Menschen abschöpfen. Und aus der Tatsache, daß selbst Staaten
Zinsen bezahlen müssen, folgt, daß es Kräfte gibt, die mächtiger sind als Staaten.
Die Struktur dieses Systems führt über Jahrzehnte hinweg mit mathematischer
Zwangsläufigkeit zu einer schleichenden Enteignung der Völker durch die
internationale Hochfinanz. Verliehen wurde stets nur selbst erzeugtes Geld,
zurückgezahlt wird mit Grundstücken, Wasserwerken, Elektrizitätswerken,
Telefonleitungen, Gesundheitswesen, Post, Bahn, Straßen, Gebäuden und so weiter.
Die gesamte Infrastruktur sowie die Arbeitskraft von uns und unseren Nachkommen
gehen zwangsläufig und ohne eine echte Gegenleistung in den Besitz der Geldmacht
über. Ökonomen bezeichnen diese Enteignung gerne auch als „Privatisierung“ (Latein:
privare = berauben).
In der gesamten Geschichte der BRD will noch kein einziger „Volksvertreter“ diesen
Zusammenhang erkannt haben. Und erst recht keiner von ihnen hat jemals etwas
dagegen unternommen, obwohl genau das ihre oberste Pflicht wäre. Gemäß Amtseid
müßten sie doch eigentlich ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen,
seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm wenden. Dazu später mehr...
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 7 von 39
Diese wenigen Fakten sind der Kern aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Probleme. Jeder, der sich politisch betätigt oder als Wirtschaftsexperte bezeichnen
läßt, sollte dieses Basiswissen zuerst verstanden haben, was im Prinzip auch nicht
allzu schwierig ist. Nur wer Wirtschaft studiert hat, tut sich damit anfangs etwas
schwerer, denn die offiziellen Theorien vernebeln einem komplett die Sicht auf das
Wesentliche, nämlich auf die Geldschöpfung und den Zinseszinseffekt.
Zinsen mögen zwar gerechtfertigt werden als Risikoprämie und Preis für das
Überlassen von Kapital. Aber in unserem modernen Bankensystem entstehen Zinsen
für das Überlassen von Nichts. Allein für die Notwendigkeit, daß ein Staat eine
Währung in Umlauf bringt, fallen bereits Zinsen an. Dadurch entsteht eine künstliche
Schuldenfalle für alle, die zu wenig Kapital besitzen. Und der Versuch, das nötige
Eigenkapital durch ehrliche Arbeit aufzubauen, wird durch die Zinsen und unser
leistungsfeindliches Steuersystem im Keim erstickt.
Jeder, der weniger als eine halbe Million Euro
Eigenkapital hat, ist ein Zinssklave,
auch wenn er sich selbst nie verschuldet hat. Die durch das „Geld aus dem Nichts“
überhöhten Zinsen verbergen sich in allen Preisen.
Der Zinsanteil an den Lebenshaltungskosten liegt inzwischen bei rund 40 Prozent.
Diese Zinslast verbirgt sich vor allem in der Miete, aber auch in den Steuern und
Abgaben. Sie erhöht auch alle Preise, da jeder, der an der Wertschöpfungskette
beteiligt ist, seine Zinskosten in die Endpreise einfließen lassen muß.
Eine kleine Familie, die nur etwa 20.000 Euro pro Jahr für ihren Lebensunterhalt
ausgibt, bezahlt bei einem Zinsanteil von ca. 40 Prozent schon rund 8.000 Euro
versteckte Zinsen. Ironischerweise sind es dann ausgerechnet diese Menschen, die
glauben, vom Zinssystem zu profitieren, wenn sie beispielsweise 100.000 Euro auf
einem Sparbuch haben und sich am Ende des Jahres über die offensichtlich erhaltenen
Zinsen freuen. Die weniger offensichtlich bezahlten Zinsen lassen die meisten
Menschen dabei leider außer Acht.
Wenn schon bescheiden lebende, schuldenfreie Familien pro Jahr 8.000 Euro Zinsen
bezahlen müssen, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen Hartz IV
und andere finanzielle Zuwendungen vom Staat, also vom Steuerzahler benötigen,
wenn sie es nicht schaffen, diese Zinslast aus eigener Kraft aufzubringen. Das
Finanzamt – als Handlanger der Banken – nimmt dann den Steuerzahlern das Geld ab,
um einen Teil davon vorübergehend an Bedürftige weiterzuleiten. Von dort fließen
aber 40 Prozent als Tribut in Form von verdeckten Zinszahlungen an das Großkapital.
Als Steuerzahler und als Bedürftiger darf man sich bei diesem Spielchen keinesfalls
nach dem Motto „Teile und herrsche!“ gegeneinander aufhetzen lassen. Beide
Gruppen sitzen im selben Boot. Ihre Gegner sind die Banken und Politiker, die im
Auftrag der Geldmacht, Vermögen von Fleißig nach Reich verteilen.
Erst ab einem rentabel angelegten Eigenkapital in Höhe von ca. einer halben Million
Euro erhält man nach Abzug von Steuern und Inflation einen jährlichen Kapitalertrag,
der in der gleichen Größenordnung liegt wie die jährliche Zinsbelastung. Ab dieser
Schwelle hört man erst damit auf, unterm Strich Zinsen zu bezahlen. Wer darüber
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 8 von 39
hinaus über deutlich mehr Kapital verfügt, wird vom Netto-Zinszahler zum Netto-
Zinsempfänger – nur leider auf Kosten seiner Mitmenschen.
Oberhalb der kritischen Kapitalmasse lebt es sich bedeutend leichter. Je weiter man
aber unterhalb dieser Schwelle lebt, desto mehr Zinsen muß man für andere
erwirtschaften, auch wenn man sich selbst nie verschuldet hat. Dies ist eine
versteckte Form dessen, was es in allen menschlichen Kulturen schon immer gab:
Sklaverei. Und das Erwirtschaften der Zinsen durch Arbeit wird systembedingt immer
schwieriger.
Wer möchte nicht gerne „sein Geld für sich arbeiten lassen“? Aber Geld kann gar nicht
arbeiten. Es sind immer Menschen, die für die Zinsen arbeiten. Jeder, der sein Geld
für sich arbeiten läßt, läßt in Wirklichkeit andere Menschen für sich arbeiten und zwar
nicht nur diejenigen, die sich selbst verschuldet haben, sondern alle, die zu wenig
Kapital besitzen.
Das ist so in unser Geldsystem mit Zwangsverschuldung und Zinseszinseffekt
eingebaut. Um Geld zu verdienen, braucht man vor allem eines: Geld. Es ist
wesentlich einfacher, eine Milliarde zu verdoppeln, als durch ehrliche Arbeit das eigene
Häuschen abzubezahlen. Wer eine Milliarde hat, kann sich inflationsbereinigt allein
von den Zinsen jedes Jahr 50 Häuser kaufen, ohne dafür auch nur einen Finger
krumm zu machen und ohne sein Geld dabei zu verbrauchen. Wer jedoch ohne Geld
auf die Welt kommt, läuft sein Leben lang im Hamsterrad. Und vor lauter „Streß“ in
unserer „schnelllebigen Zeit“ hat er nicht einmal die Zeit, um darüber nachzudenken.
Wir haben ein feudalistisches Geldsystem
Ganz oben in der Hierarchie stehen die Feudalherren.
Sie erhalten mehrere Tausend Euro Zinseinnahmen
(pro Tag!). Danach folgen die freien Bürger, die mit
einem Eigenkapital in einer Größenordnung von einer
halben Million Euro ebenso viele Zinsen einnehmen wie
sie bezahlen. Ganz unten in der Pyramide stehen die
Zinssklaven, die über weniger als eine halbe Million
Euro Eigenkapital verfügen und deshalb den gesamten
Vermögenstransfer von unten nach oben erwirtschaften
müssen.
Durch dieses Pyramidensystem hat sich seit den Zeiten des Feudalismus nicht viel
geändert. Der Wohlstand, den die Zinssklaven erzeugen, wird nach oben verteilt.
Jeder der versucht, durch Arbeit ein freier Bürger zu werden und das notwendige
Eigenkapital durch ehrlichen Frondienst aufzubauen, arbeitet dank progressiv
steigender Einkommenssteuern und Abgaben vor allem für den Geldadel. Man muß
Millionen für die Feudalherren erwirtschaften, bevor man ein freier Bürger werden
kann. Die meisten schaffen das nicht und haben ein Leben lang keine Freiheit erlebt.
Selbst die Französische Revolution hat daran nichts geändert. Sie war letztendlich nur
ein Systemwechsel, bei dem die ineffiziente, persönliche Leibeigenschaft durch einen
modernen Sklavenstaat ersetzt wurde. Sogar die kommunistischen Staaten raubten
den von ihnen verwalteten Völkern Güter und Leistungen, um sie in Form von Zinsen
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 9 von 39
an die internationale Hochfinanz zu liefern. Und selbst die Nationalsozialisten, die
angetreten waren, um die Zinsknechtschaft zu brechen, brachen nach 1933 nur ihre
Versprechen.
Da Staaten mit einem Teil der von ihren Bewohnern geraubten Gelder auch das
Gemeinwesen finanzieren, glauben viele Staatsbürger, daß der Staat von ihnen
geschaffen wurde und ihren Interessen diene. Würden die Menschen erkennen, wer
die Staaten tatsächlich geschaffen hat, besitzt und steuert, dann würde dieses System
wohl kaum funktionieren, es sei denn mit einer entsprechenden Gewaltherrschaft.
Das Modell der Sklavenstaaten, die von der internationalen Hochfinanz gesteuert
werden, um die im Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Staates ansässigen Völker zu
verwalten, hat sich nun weltweit durchgesetzt. Selbst der Kolonialismus konnte durch
Zinsknechtschaft ersetzt werden.
Der große Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe erkannte schon
seinerzeit: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise
glauben, frei zu sein.“
Während sich die Feudalherren in früheren Kulturen noch mit Sklavenaufständen
herumplagen mußten, weil ihre Untertanen nicht so recht arbeiten wollten, machen
die modernen Sklaven heute einen Aufstand, wenn sie keine Arbeit haben. Dies
verdanken sie vor allem der neuen äußeren Form der Sklaverei. Sie ist heute so
subtil, daß sich kaum jemand seines Sklavendaseins bewußt ist, denn in unserem
modernen System gibt es keine persönliche Zuordnung mehr zwischen Sklaven und
Herren. Diese Funktion erfüllt heute das Geld- und Steuersystem, und der
Sklaventreiber ist der Banken- und Staatsapparat.
Den Gebrüdern Rothschild, die im 19. Jahrhundert eine wesentliche Rolle in der
globalen Finanzherrschaft erlangten, wird folgendes Zitat zugesprochen: „Die
Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert
oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine
Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu
begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu
schöpfen, daß das System gegen sie arbeitet.“
Die große Masse der Menschen lebt heute tatsächlich
in Sklaverei. Dies ist kein Vergleich, sondern Realität.
Wer zu wenig Kapital hat, muß permanent für Miete,
Zinsen und Steuern schuften, auch ohne selbst
jemals einen Kredit aufgenommen zu haben. Das
Einkommen fließt größtenteils an die Feudalherren.
Und die benutzen dann dasselbe Geld, um die Sklaven nach ihrer Pfeife tanzen zu
lassen, damit sie sie mit Waren und Dienstleistungen versorgen für ein Leben ohne
Arbeit in Überfluß und Dekadenz.
Reale Abgabenquote: über 85 %
Die Politiker sind schlau, wenn es darum geht, die Belastung der produktiv
arbeitenden Menschen effektiv zu verbergen. Wer ist schon in der Lage, seinen
persönlichen Abgabensatz inklusive aller sichtbaren und verborgenen Zinsen, Steuern,
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 10 von 39
Sozialversicherungsbeiträge, Geldstrafen und Gebühren zu berechnen? Es ist nicht
möglich. Die Gleichung hat zu viele Unbekannte.
Einfacher und trotzdem genauer als der Versuch einer Berechnung ist es, einfach nur
die sichtbaren Resultate zu vergleichen: Ein abhängig beschäftigter Arbeiter muß in
etwa einen Tag lang arbeiten, um mit dem Geld, das er dafür netto bekommt, nur
eine Arbeitsstunde eines anderen Arbeiters bezahlen zu können, der seinen Frondienst
ebenfalls als abhängig Beschäftigter leistet. Das entspricht einem Verhältnis zwischen
dem, was man verdient und dem was man bekommt von etwa 7 bis 8 zu 1, also einer
Abgabenlast von über 85 %.
Ausbildung zum Systemsklaven
Während einerseits die Zinsen und Abgaben systembedingt immer schneller steigen,
gibt es auf der anderen Seite immer weniger Menschen, die die erforderliche Arbeit
verrichten können. Das System braucht Nachschub, und zwar schnell!
Die Einschulung erfolgt immer früher, das Gymnasium wird verkürzt, die Bachelorund
Master-Studenten werden im Eiltempo durch die Hochschulen gepeitscht und
Schule und Ausbildung werden zum Drill. Viele junge Leute klagen, sie hätten keine
Zeit, sich zu verlieben – und nun wissen wir auch, warum. Der Nachwuchs muß
möglichst schnell dem als „Arbeitsmarkt“ bezeichneten Sklavenmarkt zur Verfügung
gestellt werden. Dabei muß er sich schon von Kind an daran gewöhnen, von früh
morgens bis spät abends dem System zu dienen und das auch noch als normal zu
empfinden.
Die Studiengebühren und der Zinsanteil in der Miete und in den übrigen
Lebenshaltungskosten erfüllen dabei gleich zwei Aufgaben: Sie verstärken den
Zeitdruck auf die Studierenden noch mehr und treiben sie oft von Anfang an in die
Schuldenfalle, damit sie später noch gefügigere Sklaven werden. Und durch diverse
Praktika werden die Nachwuchssklaven auch noch daran gewöhnt, sich dafür zu
bedanken, daß sie kostenlos arbeiten dürfen.
Ist der Beruf dann einmal erlernt, kommen auch schon die Finanzparasiten um sich
mit Lebensversicherungen, Bausparverträgen sowie Riester- und Rürup-Renten an den
Früchten ehrlicher Arbeit zu bereichern. Politiker schaffen gerne die gesetzlichen
Grundlagen für solche Betrugsmodelle, denn schließlich profitieren auch sie von den
daraus entstehenden Gewinnen. Eine Aufklärung über derartige Knebelverträge hat
man auf dem Bildungsweg natürlich nicht erhalten.
Was die Kinder in den öffentlichen Belehrungsanstalten eingetrichtert bekommen,
dient fast ausschließlich dem Erhalt des Systems. Rechnen, Schreiben, vorgegebene
Methoden auswendig lernen und alles auf Befehl wiedergeben. Die offizielle
Lehrmeinung über Wissenschaft, Geschichte, Politik und Wirtschaft muß auswendig
gelernt werden – natürlich ohne die fragwürdigen Inhalte und die Motive der Autoren
zu hinterfragen. Eigenständiges, kritisches Denken bekommt man von Anfang an
abgewöhnt. Setzen, sechs!
Seine Kinder dem Systemdrill namens Schule zu entziehen und ihnen statt dessen
selbst etwas Nützliches und Wahres zu lehren, ist selbstverständlich verboten,
zumindest für die Sklaven. Deren Kinder müssen schließlich zu gefügigen TurboRico
Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 11 von 39
Sklaven gedrillt werden, denn wer soll sonst die wachsende Schuldenlast sowie die
Renten und Pensionen auch morgen noch erwirtschaften? „Wachstum, Wachstum über
alles...“ könnte das Motto der Systempolitiker lauten – „denn schließlich dienen die
Menschen der Wirtschaft und nicht umgekehrt.“
Aussterbende Kulturen
Während es einerseits immer weniger Kinder gibt, bürdet man ihnen andererseits eine
immer größere Geburtsverschuldung auf. Aber die Frauen sollen lieber im Hamsterrad
der Zinssklaven mitlaufen, anstatt kostbare Arbeitszeit für Haushalt, Kinder und den
Erhalt der Familie zu vergeuden – sagen zumindest die Emanzipationsbeauftragten in
Medien und Politik. Und seitdem erkannt wurde, daß klassische Familien der Arbeitsund
Konsumgesellschaft kritisch gegenübersehen und dadurch das
Wirtschaftswachstum gefährden, werden Singles und gleichgeschlechtliche Paare von
Medien und Politik besonders eifrig umworben.
Das Ergebnis dieser Entwicklungen macht sich natürlich in der Geburtenrate
bemerkbar. Und damit auf deutschem Boden auch in Zukunft noch genügend Personal
für das Erwirtschaften von Zinsen zur Verfügung steht, fördert man lieber die
Zuwanderung anstatt in den eigenen Nachwuchs zu investieren. Das spart nicht nur
Ausbildungskosten, sondern verwandelt vor allem das widerspenstige, starke Volk in
eine durchmischte, uneinige und daher leichter kontrollierbare Menschenmasse.
Exakt so muß man die Familienpolitik der BRD leider zusammenfassen:
Emanzipation, Kinderlosigkeit und Zuwanderung. Familien sind in einer Gesellschaft,
die diesem Geldsystem dienen soll, nicht rentabel. Auch hier fragt man sich wieder,
wessen Interessen die Politiker eigentlich vertreten. Unklar ist auch, was vom Volk der
Dichter und Denker innerhalb weniger Generationen eigentlich noch übrigbleiben soll
und ob hier etwa versucht wird, das Volk dem übergeordneten Finanz- und
Wirtschaftssystem anzupassen, anstatt ein System einzuführen, das zu den Menschen
paßt.
Wer sich deshalb jedoch gegen Minderheiten aufstacheln läßt, wird selbst zum
Instrument und kämpft gegen Symptome anstatt gegen Ursachen. Aus der
Durchmischung von Opfergruppen resultieren stets Konflikte. Wir sollten uns nicht für
den inszenierten Zwist – besonders zwischen Christen und Moslems – mißbrauchen
lassen, während sich die Strippenzieher im Hintergrund die Hände reiben. Das
Aufhetzen der Sklaven gegeneinander nach der Devise „Teile und Herrsche“ ist seit
jeher einer der wichtigsten Bestandteile jeder Machtstrategie.
Sowohl in der christlichen als auch in der islamischen Kulturgeschichte – und in vielen
anderen auch – gab es Zeiten, in denen man sich an das per Religion festgelegte
Zinsverbot hielt. Ob man nun gläubig ist oder nicht – die alten Gelehrten kannten sehr
wohl die zerstörerische Wirkung des Zinssystems auf die Völker, die daran erkrankt
waren. Seitdem sich heutige Kulturen erneut dem Zinswucher geöffnet haben, sind
auch sie dem Untergang geweiht, falls es ihnen nicht gelingen sollte, sich friedlich
davon zu befreien.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 12 von 39
Der Kampf um die Zinsen zerstört die Gesellschaft.
Ein weiser Mann sagte einmal: „Gold ist das Geld der Könige, Silber das Geld der
Gentlemen, Tausch ist das Geld der Bauern, aber Schulden sind das Geld der
Sklaven.“
Unsere Geldscheine sind kein richtiges Geld. Es sind nur Banknoten, mit denen man
Schulden zurückzahlen kann. Auf den Dollar-Scheinen steht das sogar gedruckt:
„Diese Banknote ist legales Zahlungsmittel für alle öffentlichen und privaten
Schulden“. Man braucht es nur zu lesen. Beim Euro ist dies allerdings nicht möglich,
denn hier steht leider nichts drauf. Er funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip.
Da alle Banknoten von den Zentralbanken und das Giralgeld von den Geschäftsbanken
nur verliehen wurden und das Geld für alle Zinsen noch gar nicht existiert, stellt sich
die Frage, womit man denn dann die Zinsen bezahlen soll.
Hier beginnt das alte Spiel, bei dem alle einen Stuhl ergattern müssen, während es
immer einen zu wenig gibt. Sobald die Banken die Musik abstellen, also keine Kredite
mehr für die Zinsen vergeben, müssen sich die Menschen das fehlende Geld
gegenseitig abjagen. Dieses Ereignis wird von Ökonomen auch als „Rezession“
bezeichnet. Aber egal wie fleißig man auch arbeitet und spart, die gesamte
Geldmenge reicht nie für alle.
Die Verlierer, die sich nicht noch tiefer verschulden können, müssen dann ihr
Sachvermögen abgeben. Dabei betätigt sich der Staat dann auch noch als Handlanger
der Banken, denn er zwingt die Menschen dazu, das Bankengeld als „gesetzliches
Zahlungsmittel“ zu akzeptieren. Und schließlich ist es dann auch die Staatsgewalt, die
die systematischen Pfändungen im Auftrag der Geldhersteller und -verleiher
vollstreckt, damit diese kostenlos an Waren und Dienstleistungen kommen.
Durch die Spirale von immer stärker wachsender Verschuldung auf der einen und
immer schneller wachsenden Vermögen auf der anderen Seite wird die Umverteilung
von Fleißig nach Reich durch Zinsen und Steuern automatisch immer dynamischer.
Es ist wie am Ende eines Monopoly-Spiels, in dem schon alle Straßen, Häuser,
Bahnhöfe, das Elektrizitätswerk und das Wasserwerk vergeben sind. Wer nichts davon
besitzt, soll nun im Kreis laufen, also arbeiten. Doch das Geld, das man dafür bei
Erreichen von Los bekommt, das Einkommen, reicht nicht mehr aus, um über die
Runden zu kommen – das Spiel ist aus! Beim Monopoly würde man jetzt neu
beginnen. Aber die Nutznießer in der realen Welt wollen nicht aufhören. Viel lieber
bieten sie den Verlierern zusätzliche Kredite an und lassen die UnterdrückungsRico
Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 13 von 39
apparate ausbauen. Doch das Blatt kann und wird sich ohne einen Neustart nie und
nimmer mehr wenden.
Im täglichen Kampf um die Zinsen sind die meisten Menschen zu beschäftigt, um den
Systemfehler zu erkennen. Jeder kämpft nur noch für sich selbst und gegen alle
anderen. Zeit für gegenseitige Hilfe hat man nicht mehr. Durch Idealismus, Moral und
ehrliche Arbeit kommt man nicht weit. Mehr erreicht man durch Materialismus,
Manipulation, Lügen, Betrug und Gewalt.
Wer sich an Moral und Ethik hält, wer als Idealist der Gesellschaft Nutzen stiftet und
ehrlich arbeitet, der kann der Zinsfalle kaum entkommen. Wer sich hingegen dem
Materialismus und Zinswucher hingibt, andere Menschen belügt und betrügt und ihnen
geschickt das Geld abjagt, der kassiert Zinsen, Boni, Abfindungen, Provisionen,
Diäten, Pensionen, Yachten, Schlösser, Dienstwagen und so weiter, ganz ohne Fleiß,
nur durch den Verkauf des eigenen Gewissens und der Menschen, die einem vertraut
haben. Diese Negativ-Selektion führt logisch und konsequent zum Zerfall der
Gesellschaft.
Kriminalität und Verzweiflungstaten häufen sich nicht aus Mangel an Gesetzen, Polizei
und Überwachung, wie dies Politiker und Medien immer wieder gerne darstellen.
Hinter den Kulissen erkennt man schnell die echte Ursache, nämlich eine Gesellschaft,
die unter der Last dieses Systems immer materialistischer, unglücklicher und kälter
wird.
Die Problematik des Zinseszinseffekts ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Nicht
umsonst haben die meisten Religionen Zinsen verboten. Und wo es sie doch gab,
wurde regelmäßig ein Erlaßjahr ausgerufen, in dem alle Schulden verfielen. Die
aktuelle Krise entsteht durch den Versuch der heutigen Gläubigergeneration, all dieses
historische Wissen und die Mathematik zu widerlegen und den notwendigen
Schuldenerlaß mit allen Mitteln so lange wie möglich hinauszuzögern.
Das ist die wahre Ursache der Finanzkrise.
Wie Schwarze Löcher, die durch ihre enorme, ständig
wachsende Anziehungskraft immer mehr Materie
aufsaugen, so saugen auch riesige Kapitalkonzentrationen
durch ständig wachsende Zinsforderungen immer mehr
Geld aus dem Wirtschaftskreislauf ab. Die Konjunktur
durch noch mehr Schulden immer weiter ankurbeln zu
wollen, gleicht dem Versuch, ein Schwarzes Loch zu
sättigen, indem man ihm zusätzliche Materie anbietet.
Immobilienblasen und Finanzderivate, überschuldete Staaten, Unternehmen und
Verbraucher, gierige Manager, Politiker und Spekulanten sind nicht die Ursache der
Finanzkrise, sondern nur einige Symptome eines Systems, das auf Dauer niemals
funktionieren kann. Auch eine strengere Regulierung der „Finanzmärkte“ oder eine
„Schuldenbremse“ ist keine Heilung, sondern nur eine Oberflächenbehandlung. „Das
Kapital muß bedient werden“ ... bis das System zusammenbricht. Dieses Ereignis tritt
zwangsläufig ein, da die Schulden exponentiell wachsen, während die Wirtschaft in
einer begrenzten Welt eben nur begrenzt wachsen kann.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 14 von 39
Sobald sich die Menschen nicht mehr noch weiter verschulden wollen oder mangels
Sicherheiten können, fehlen dem System die zusätzlichen Schuldner, die die
steigenden Zinslasten erwirtschaften sollten.
Für das Wachstum der Vermögen gibt es dann keine zusätzliche
Substanz mehr. Die Banken, die bis dahin nur Instrument des
Systems waren, geraten nun selbst in seine Fänge. Da die Banken
immer mehr Zinsen an ihre Eigentümer und andere Inhaber von
Kapitalsammelbecken liefern müssen aber selbst niemanden mehr
finden, der ihnen noch mehr Zinsen bezahlt, zehren sich die
Kapitalzentren am Ende selbst auf.
Staatliche Rettungspakete – die schlußendlich alle bei den Eigentümern der Banken
landen – dienen nur dazu, dem System und seinen Nutznießern aus Hochfinanz und
Politik noch so lange wie möglich einen angenehmen Lebensabend zu ermöglichen.
Der Zusammenbruch wird auf jeden Fall kommen. Nur wird er noch um jeden Preis so
lange wie möglich hinausgezögert, am besten bis die Nachfolger im Amt sind. Sobald
jedoch auch der Staat hoffnungslos überschuldet ist, geht er mit dem System
gemeinsam unter.
Vor dem Crash kommt die Phase des Faschismus.
In der Endphase des Systems wird versucht, diese Schuldenlücke durch
explosionsartig wachsende Staatsverschuldung aufzufüllen. Nur der Staat gilt dann
noch als vertrauenswürdiger Schuldner, denn er kann seine Bürger gewaltsam
enteignen und zu immer mehr Schuldendienst zwingen. Hochfinanz, Banken,
Konzerne und Regierung unterdrücken dann das Volk gemeinsam. Dies ist laut
Definition Faschismus.
Der Wirtschaftswissenschaftler Ludwig von Mises (1881 – 1973) erkannte schon
seinerzeit: „Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das
Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung
zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe
verhalten würden.“
Den Menschen bleibt nach Steuern, Abgaben und Zinsen automatisch immer weniger
zum Leben übrig. Die Grenzen dessen, was in einer Demokratie durchsetzbar wäre,
werden zwangsläufig irgendwann überschritten. Es folgt der Polizeistaat.
Die Grundrechte werden heute schon immer weiter eingeschränkt. Elektronische
Massenüberwachung, BKA-Gesetz, Online-Durchsuchung, Wohnraum-Verwanzung,
Abschaffung des Bankgeheimnisses, Einsatz des Geheimdienstes gegen die Bürger,
Straffreiheit und Prämien für Datendiebe und Denunzianten und vieles mehr ist vor
allem für einen Zweck vorgesehen und wurde auch schon dafür eingesetzt:
Steuereintreibung.
Der kontinuierliche Ausbau der Machtapparate wird ohne äußere Einflüsse nicht
einfach so stoppen. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte setzen sich fort, denn
diejenigen, die die Macht haben, werden freiwillig niemals einen Machtentzug
zulassen. Sie wollen immer mehr und immer noch mehr. Machtgier kennt keine
Grenzen.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 15 von 39
Anstatt ihr System aufzugeben, werden die Machthaber erst mal noch das Bargeld
abschaffen, denn so kann man aus den Untertanen noch einiges mehr herausquetschen
und noch etwas Zeit gewinnen. Dann sind Zahlungen und Geldvermögen
nur noch elektronisch und unter vollständiger staatlicher Kontrolle erlaubt. Steuern,
Strafen, Gebühren und was sonst noch so gebraucht wird, kann man dann direkt von
den Steuersubjekten einziehen. Und wer aufmuckt, kriegt das Konto gesperrt –
schlechte Zeiten für alle Regimekritiker und Widerstandskämpfer...
Der Volksaufstand ist vorprogrammiert, denn früher oder
später werden sich die Menschen ihrer Unterdrückung bewußt,
und die Unzufriedenheit übersteigt die kritische Schwelle. Unter
diesem Aspekt sind die Einführung der Internet-Zensur, die
juristische Vorbereitung des Einsatzes der Bundeswehr im
Inneren und der per Lissabon-Vertrag eingeführte Schießbefehl
bei Aufständen alarmierende Entwicklungen.
Für solche Maßnahmen braucht man natürlich Gründe, die von der Mehrheit der
Bevölkerung akzeptiert werden. Der angebliche Kampf gegen Terrorismus,
Kriminalität und Kinderpornographie liefert hierfür den idealen Vorwand.
Terrorismus wurde jedoch schon oft inszeniert. In der Geschichte (Reichstagsbrand)
und in der Gegenwart (9/11), dienten solche Mittel schon vielen Regimes als
Rechtfertigung für die Beseitigung von Bürgerrechten und dazu, Verbündete in
angebliche Verteidigungskriege zu zwingen, die tatsächlich Angriffskriege sind.
Die zunehmende Kriminalität ist eine Folge der zunehmenden Umverteilung von
Fleißig nach Reich, die dank der Struktur des Finanzsystems immer größere Ausmaße
annimmt. Kriminalität ließe sich allerdings viel leichter beseitigen, wenn man den
Motor dieser Umverteilung abschalten würde – das verzinste Geldsystem.
Und gegen Kinderpornographie braucht man keine Zensur des Internet. Dieses Mittel
ist dazu technisch völlig ungeeignet. Es ist sogar kontraproduktiv, da die Täter so
anstatt verhaftet nur versteckt werden. Von Systemkennern wurde dieser Angriff auf
das Internet jedoch schon lange erwartet. Das Internet ist für die Machthaber und ihre
Medien die größte Bedrohung, der sie sich jemals stellen mußten. Mit wachsender
Geschwindigkeit verbreiten sich dort die Informationen, die das System zum Wanken
bringen und deshalb von den Mainstream-Medien entweder verschwiegen oder falsch
dargestellt werden.
Der Polizeistaat kann das System noch eine Weile künstlich am Leben erhalten. Dabei
wird aber das Leben für die meisten Menschen immer unerträglicher. Doch auch so
gibt es noch mathematische Grenzen, die spätestens dann erreicht sind, wenn der
Staat so hohe Zinszahlungen leisten muß, daß das gesamte Arbeitseinkommen aller
Bürger nicht mehr dafür ausreicht.
Wie viel von dieser sinnlosen Endphase wir noch erleben müssen, bevor das System
wegen seines Konstruktionsfehlers ohnehin zusammenbricht, hängt davon ab, wie
lange die Menschen es noch erdulden und wie lange sie es mit ihren Steuern und
Zinsen noch künstlich am Leben erhalten.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 16 von 39
Wie der Ausstieg funktioniert, ist schon lange bekannt. Ein schnellstmöglicher Umstieg
auf ein nachhaltiges Finanz- und Wirtschaftssystem würde uns diese schmerzhafte
Endphase ersparen. Trotzdem halten die Politiker mit allen und zum Teil
verfassungswidrigen Mitteln am bestehenden System fest, denn dieses bietet ihnen
Privilegien, die sie sonst verlieren würden. Dabei betrügen und verraten sie das
eigene Volk.
Permanentes Wirtschaftswachstum und regelmäßige Zerstörung
Da sämtliches Geld nur durch Kredite in Umlauf kam und das Geld für die Zinsen
immer wieder durch neue Kredite erzeugt werden muß, müssen auch immer neue
Werte zur Deckung dieser Kredite geschaffen werden. Die Wirtschaft muß also stets
mindestens so schnell wachsen wie die Zinslast. Wenn die Wirtschaftsleistung einmal
ein Jahr lang „nur“ gleich bleibt, müßte es den Menschen doch eigentlich gleich gut
gehen wie vorher. Aber wegen der Zinsen brauchen wir Wachstum „koste es was es
wolle“, meinen zumindest die Politiker und Medien.
Wirtschaftswachstum erzeugt eigentlich Wohlstand. Der kommt aber bei den
Leistungsträgern nur dann an, wenn die Wachstumsrate größer ist als der Zinssatz,
denn zuerst wird der neu geschaffene Wohlstand durch die Netto-Zinsempfänger
abgeschöpft, und nur was dann noch übrig bleibt, verbessert die Lebensbedingungen
der Zinssklaven.
Abgesehen von dieser Gerechtigkeitsfrage gibt es aber auch einen mathematischen
Systemfehler: Der Zinseszinseffekt bewirkt ein exponentielles Wachstum der Geldund
Schuldenmenge. Die Zinslast strebt also mit steigender Geschwindigkeit gegen
Unendlich. Die Wirtschaft kann zwar eine Weile lang versuchen, exponentiell zu
wachsen, um immer mehr Sicherheiten für die Deckung des immer schneller
wachsenden Schuldenberges zu produzieren, aber auf Dauer ist das unmöglich.
Bei einem jährlichen Wirtschaftswachstum von
beispielsweise 2,8 Prozent verdoppelt sich die
Wirtschaftsleistung (BIP) alle 25 Jahre. Demnach
müßte man in nur 150 Jahren bereits das 64-
fache der heutigen Gütermenge produzieren –
und in nur 300 Jahren schon mehr als das 4.000-
fache. Die verheerenden Folgen dieser
Exponentialfunktion kommen jedoch bereits nach
ca. 75 Jahren deutlich zum Vorschein. Der
Kondratieff-Zyklus besagt, daß spätestens dann
die Wirtschaft nicht mehr so schnell wachsen
kann wie die exponentiell wachsende Zinslast.
Nichts in der Natur kann permanent exponentiell wachsen. Ein Krebsgeschwür wächst
exponentiell, aber nur bis der Körper stirbt. Wirtschaftswachstum ist vergleichbar mit
dem Versuch des Körpers, schneller zu wachsen als ein Krebsgeschwür, um dessen
prozentualen Anteil am Gesamtkörper möglichst klein zu halten.
Daß dies jedoch auf Dauer unmöglich ist, hat selbst John Maynard Keynes (1883 -
1946, einer der wichtigsten Protagonisten unseres Wirtschaftssystems) eingestanden.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 17 von 39
Er wollte sich damit aber nicht auseinandersetzen. Seine Antwort lautete: „In the long
run we are all dead.“ – Nach uns die Sintflut!
Die Folge ist die totale Zerstörung der geschaffenen Werte alle zwei bis drei
Generationen. Verschrottung und Neubau von intakten Autos mittels „Abwrackprämie“
stellt hier nur einen harmlosen Anfang dar. Es ist leider aus mathematischer Sicht
notwendig, noch sehr viel mehr zu zerstören, um dieses Finanz- und
Wirtschaftssystem zu erhalten. Wirtschaftswunder gibt es nur nach großen Kriegen.
Nach der sinnlosen Zerstörung kommt der sinnlose Wiederaufbau. Der nächste Krieg
ist vorprogrammiert. Ist all das nötig, nur um unser krankes Finanz- und
Wirtschaftssystem zu erhalten? Permanente Vollbeschäftigung ist unmöglich und
eigentlich auch nicht nötig. Nur unser willkürlich gestaltetes Finanz- und
Wirtschaftssystem zwingt uns dazu. Die Geschichte wiederholt sich – zumindest
solange man an diesem System festhält.
Das herrschende Finanzsystem ist so makaber: Es verträgt keine Schaffung
bleibender Werte. Unzählige Patente wurden und werden von etablierten Eliten
aufgekauft, nur um ihre Realisierung zu verhindern und sich so die alten Monopole zu
sichern. Wenn man zum Beispiel ein Heilmittel gegen lukrative Krankheiten entdeckt
hätte oder einen effizienten Energiespeicher, müßte das geheimgehalten werden.
Ansonsten würde so viel Arbeit unnötig werden und das Sozialprodukt so stark
schrumpfen, daß das System noch früher zusammenbrechen würde.
Schildbürgerstreich: „Sozial ist, was Arbeit schafft.“
„Alle müssen mehr arbeiten, um mehr Geld zu verdienen“, sagen zumindest die
Politiker und diejenigen „Experten“, die man in den Medien zu Wort kommen läßt.
Aber Geld entsteht nicht durch Arbeit. Es entsteht durch Schulden. Und „verdient“
wird das meiste Geld auch nicht durch die eigene Arbeit, sondern durch die Arbeit
anderer, und zwar durch Zinsen.
Die arbeitsteilige Wirtschaft und der technologische
Fortschritt dienen eigentlich dazu, den Menschen
die Arbeit abzunehmen. Dies geschieht nun so
erfolgreich, daß die Menschen immer weniger
arbeiten müssen und die Arbeitslosenquote stets
wächst. Das „Problem“ daran ist nur, daß dieser
Erfolg nicht zu unserem Finanzsystem paßt, welches
permanentes Wachstum von Schulden benötigt.
Und für Schulden muß man schließlich arbeiten. Die
allseits nachgeplapperte Forderung nach „mehr
Arbeit“ unter dem Motto: „Hätte man bloß nicht die
Maschinen erfunden, dann hätten wir alle mehr
Arbeit.“ ist – genau wie das Märchen von der Rückzahlung der Staatsschulden – einer
der dümmsten und lächerlichsten Schildbürgerstreiche, die es je gab.
Waren und Dienstleistungen sind im Überfluß vorhanden. Weniger Arbeit und mehr
Freizeit wäre für die meisten Menschen kein Unheil, sondern eine Errungenschaft. Man
müßte nur die Verteilung des Nutzens sinnvoll gestalten, und zwar so, daß sich Fleiß
wieder lohnt.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 18 von 39
Wie viel Zeit hätte man für Familie und Kultur, wenn:
• man nicht ständig für Steuern, Abgaben, Miete und Zinsen arbeiten müßte?
• die Wirtschaft nicht permanent exponentiell wachsen müßte?
• man die vorhandene Arbeit gleichmäßiger verteilen würde?
• sich alle Menschen an der nützlichen Arbeit beteiligen würden?
• die Pharma-Industrie heilen würde anstatt sich Kunden zu sichern?
• unzählige nützliche Erfindungen realisiert werden dürften?
• Werbung und Medien die gesamte Bevölkerung nicht permanent manipulieren
würden?
• man ein Wirtschaftssystem hätte, in dem man nicht regelmäßig alles zerstören
müßte, um hinterher wieder Vollbeschäftigung zu haben?
Die Einkommen verhalten sich umgekehrt proportional zum Nutzen, den die Menschen
erzeugen. Durch Arbeit in folgenden Bereichen entsteht kein echter Wohlstand:
• Finanzsystem
• Steuersystem
• Rechtssystem
• Rüstungsindustrie
• Große Teile der Pharma-Industrie
• Werbung
• Politik
• Verwaltungsapparat
• und so weiter
Viele unsinnige Arbeiten könnte man in einem vernünftigen Geldsystem ersatzlos
streichen. Der Gesellschaft nützt es nichts, wenn sich Millionen von Menschen nur
damit beschäftigen, sich gegenseitig durch Werbung für Produkte, die keiner braucht,
zu manipulieren, sich durch ungebetene Callcenter-Anrufe und Vertreterbesuche
gegenseitig zu belästigen oder sich durch alle möglichen übrigen Gaunereien das Geld
abzujagen. Anstatt sinnlose Formulare, Gesetze, Versicherungen, Abmahnungen, Gifte
und Gegengifte, CO2-Zertifikate, Waffen, Lügen und sonstige Absurditäten
herzustellen, die andere und einen selbst nur drangsalieren, könnte man doch einfach
mal die wohlverdiente Freizeit genießen und die über Jahrhunderte geschaffene
Technik arbeiten lassen.
In einer Ressourcen-Ökonomie, die nicht ständig wachsen muß, um den Interessen
des Geldsystems zu dienen, fallen sinnlose Tätigkeiten ersatzlos weg – und das ist
auch gut so, denn wenn eine Arbeit lediglich dazu dient, Arbeit zu schaffen, dann kann
die Gesellschaft darauf verzichten! Arbeit, die nicht der Befriedigung von Bedürfnissen
dient oder der Menschheit sogar schadet, kann gestrichen werden, wenn das Anrecht
auf eine Teilhabe an der geschaffenen Gütermenge erhalten bleibt.
Leider ist dieses Anrecht heute ausschließlich an Arbeit und Geld gekoppelt, egal wie
sinnlos oder gar destruktiv die zugrundeliegende Arbeit auch sein mag. Hierin liegt
auch einer der wichtigsten Gründe dafür, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen
in der Tat finanzierbar ist. Nur muss man dafür aber über den Tellerrand unserer
heutigen Systeme hinausblicken und darf nicht damit anfangen, solche Lösungen in
Euro zu berechnen. Sie funktionieren nur mit einer Währung, die im Gegensatz zum
Euro ohne Staatsverschuldung und ohne Zinsbelastung in Umlauf gebracht wird.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 19 von 39
Wie der Ausstieg aus dem Wahnsinn funktioniert, ist schon lange bekannt. Ein
schnellstmöglicher Umstieg auf ein nachhaltiges Finanz- und Wirtschaftssystem würde
uns die schmerzhafte Endphase des vorhandenen Systems ersparen. Trotzdem halten
die Politiker mit allen und zum Teil verfassungswidrigen Mitteln daran fest, denn
dieses bietet ihnen Privilegien, die sie sonst verlieren würden. Dabei betrügen und
verraten sie das eigene Volk.
Vernünftige Wirtschaftssysteme existieren schon lange in der Theorie. Man könnte
zum Beispiel auch die Marktwirtschaft einführen, die es aber nur dann geben kann,
wenn auch das Geldsystem marktwirtschaftlichen Mechanismen folgt. Aber solche
Alternativen werden von den Nutznießern des etablierten Systems natürlich nicht
zugelassen.
Kapitalistische Planwirtschaft: Zentralbank als Zentralkomitee
Inflation, Deflation, Wirtschaftswachstum und Wirtschaftskrisen lassen sich über das
Geldsystem zentral steuern. Geldart, Geldmenge, Leitzins und Kreditvergabe
unterliegen keinen marktwirtschaftlichen Mechanismen, sondern werden von den
Zentralbanken festgelegt. Diese in keinster Weise demokratisch legitimierten
Institutionen, denen sich fast alle Staaten „freiwillig“ unterordnen, bestimmen,
welchen Wert ihr selbst kreiertes Geld hat und können den Marktteilnehmern damit
nach Belieben Kaufkraft verleihen oder entziehen.
Börsenkurse und Preise steigen und fallen in Abhängigkeit davon, wie schnell die
Banken das System mit frischem Geld fluten. Drehen sie den Geldhahn weit auf,
steigen die Kurse und Preise. Drehen sie ihn weniger weit auf, sinken sie. Da die
Zentral- und Geschäftsbanken – und ihre Eigentümer! – die Geldmenge selbst
steuern, wissen sie immer im Voraus, wohin sich die Märkte bewegen. So generieren
sie sichere Gewinne – und Boni – auf Kosten der Kleinanleger, die von Marktbewegungen
immer erst im Nachhinein etwas erfahren.
Aber den Systembetreibern geht es nicht um Geld. Das können sie schließlich selbst
mit ihren Banken erzeugen. Geld ist für sie nur ein Instrument, das ihnen Macht
verleiht und Reichtum an Waren und Dienstleistungen beschert. Mit Hilfe des
Finanzsystems halten sie die produktiv arbeitenden Menschen arm und verschuldet,
denn dann arbeiten sie fleißiger und erzeugen noch mehr Werte, die sie dann für billig
gedrucktes Geld hergeben.
Wenn die Hälfte aller Güter, die an jedem Austausch beteiligt sind – das Geld – in Art,
Menge, Wert und Ausgabepraxis zentral gesteuert wird, dann ist das keine
Marktwirtschaft, sondern Planwirtschaft. Kommunismus und Kapitalismus sind zwei
Seiten der gleichen Medaille. Beide Systeme basieren im Kern auf Planwirtschaft und
unterscheiden sich nur dadurch, daß es auf der einen Seite ein Zentralkomitee gibt
und auf der anderen eine Zentralbank.
Zentralbanken sind jedoch keine gemeinnützigen Institutionen. Sie sind weitgehend
das Eigentum der internationalen Plutokratie.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 20 von 39
Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?
Wer die Kontrolle über das Geld eines Staates hat, der hat auch die Kontrolle über den
Staat, nur leider ohne vom Volk gewählt worden zu sein. Dabei ist es völlig egal, ob
Kapitalismus oder Kommunismus eingesetzt wird, um das jeweilige Volk
auszuplündern. Entscheidend ist einzig und allein, ob der Staat sich der zuständigen
Zentralbank unterordnet oder nicht.
Eigentlich müßte ein Staat überhaupt nicht verschuldet sein und ständig Zinsen
zahlen, denn er könnte ja eigenes Geld herausgeben. Doch angeblich mußte
verhindert werden, daß der Staat unbegrenzt Geld druckt und Inflation erzeugt.
Deshalb wurde diese Macht in die Hände des privaten Bankensystems gegeben,
welches seither genau das Gleiche tut, nur leider nicht im öffentlichen, sondern im
eigenen Interesse.
Geld entsteht in den Zentral- und Geschäftsbanken, bei deren Eigentümern alle Fäden
zusammenlaufen. Die Herren des Geldes haben die Macht, Geld aus dem Nichts zu
schöpfen. Sie bestimmen, wer es bekommt und was dafür zu tun ist. Sie kaufen damit
alles und jeden:
• die Medien, die dem Volk Lügen und Meinungen präsentieren
• die Politiker, die die gewünschten Gesetze beschließen
• die Gerichte, die sie niemals verurteilen
• die Polizei, die sie beschützt
• die Soldaten die für sie Kriege führen
• die Waffen, mit denen ihre Soldaten töten
Wenn ein Staat keine eigene Währung hat und deshalb ständig Kredite braucht, dann
ist er genauso wie Unternehmen oder Bürger von den Geldgebern abhängig. Ein
verschuldeter Staat ist immer fremdbestimmt. Er kann gar nicht im Interesse seiner
Bürger handeln, sondern muß den Interessen der Geldverleiher dienen. Die
Staatsgewalt geht also nicht gemäß Artikel 20, Absatz 2 des Grundgesetzes vom
Volke aus, sondern von der übergeordneten Geldmacht – der Plutokratie.
Einer der wichtigsten Geldherrscher seiner Zeit, Mayer Amschel Rothschild, soll bereits
im 18. Jahrhundert gesagt haben: „Gebt mir die Kontrolle über die Geldversorgung
einer Nation, und es ist mir egal, wer ihre Gesetze macht.“
Heute basiert das globale Finanzsystem auf dem US Dollar als
Weltreservewährung. Durch den Federal Reserve Act von 1913
hat eine Gruppe von Privatpersonen – die Eigentümer der
größten privaten Banken – diese Währung unter ihre Kontrolle
gebracht. Seit der Gründung der Federal Reserve, kurz Fed,
jener privaten amerikanischen Zentralbank, die den Dollar herausgibt, bestimmen sie
die Geschicke der Welt. Die Fed ist so mächtig, daß selbst die USA kein Recht hat, ihr
in die Bücher zu schauen.
Viele Menschen glauben heute noch, daß der sogenannte „US“ Dollar eine Einrichtung
der USA sei. Wenn dem so wäre, dann hätte dieser Staat nicht zig Billionen Dollar
Schulden. Im internationalen, überstaatlichen, privaten Finanzsystem ist selbst der
Staat USA nur ein abhängiger, weil verschuldeter Teilnehmer.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 21 von 39
Der letzte US-Präsident, der die Fed entmachten wollte, hieß John Fitzgerald Kennedy.
Kaum bekannt ist, daß er am 4. Juni 1963 Executive Order No. 11110 unterschrieben
hat, eine Verordnung, die es der US-Regierung ermöglichte, eigenes, silbergedecktes
Geld – die United States Note – herauszugeben, anstatt Zinsen für Federal Reserve
Notes zu bezahlen.
1963 kursierten vorübergehend Dollar-Noten von zwei verschiedenen Emittenten.
Original-Exemplare und Abbildungen, die dies belegen, sind auch heute noch leicht zu
finden. Sie unterscheiden sich vor allem durch den Schriftzug oben in der Mitte. Auf
dem echten US-amerikanischen Staatsgeld steht „United States Note“. Auf dem
plutokratischen Privatgeld der Fed steht „Federal Reserve Note“.
Nach offiziellen Angaben wurde Kennedy am 22. November 1963 durch die magische
Kugel eines geistig verwirrten Einzeltäters getötet. Da haben die Herren des Geldes
wohl gerade noch einmal Glück gehabt, denn Kennedys Stellvertreter und Nachfolger,
Lyndon B. Johnson, hat in seiner ersten Amtshandlung Executive Order No. 11110
ausgesetzt. Das Staatsgeld wurde umgehend aus dem Verkehr gezogen, und seither
hat sich kein US-Präsident mehr in die höhere Politik eingemischt.
Nicht nur in den USA gab es schon vergeblichen Widerstand gegen die internationale
Plutokratie. Auch manch ein souveräner Staat, der sich dem globalen Schuldgeldsystem
nicht unterordnen, sondern lieber sein eigenes Finanz- und Wirtschaftssystem
verwirklichen wollte, ist heute Geschichte – zerstört und mit einer Marionettenregierung
versehen mit Hilfe der USA, die als Handlanger der internationalen
Hochfinanz das herrschende Geldsystem bereits vielen Staaten gewaltsam
aufgezwungen hat. Die jungen, dummen, dafür mißbrauchten Soldaten dürften nicht
geahnt haben, welchen Mächten sie tatsächlich dienten.
Die anschließend verfaßten, offiziellen Geschichtsbücher sparen zwar das Thema
Geldmacht weitestgehend aus, aber alles andere ist natürlich nur die reine und
vollständige Wahrheit. Und falls nicht, dann wäre das wohl die Büchse der Pandora,
deren Öffnung man besser denen überlassen sollte, die den Mut haben, gegen die
entsprechenden Gesetze zu verstoßen, insbesondere falls Thomas Jefferson mit seiner
Aussage Recht haben sollte: „Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die
Wahrheit steht von alleine aufrecht.“
Im aktuellen Zeitgeschehen wurden bzw. werden gerade der Irak, Afghanistan und
Libyen durch alliierte Truppen demokratisiert, in das Dollar-zentrierte Weltfinanzsystem
eingegliedert und so zu geldgesteuerten Sklavenstaaten umfunktioniert. Der
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 22 von 39
Iran und andere „Schurkenstaaten“ sind gewiß als nächste dran. Falls dort
Bestechungen, Wirtschaftssanktionen und Geheimdienstoperationen fehlschlagen und
die Völker sich zudem auch noch als resistent gegen westliche Propaganda und
Hollywood-Gehirnwäsche erweisen – sich die gewünschten Revolutionen dort also
nicht entfachen lassen – dann werden wohl wieder große Terroranschläge stattfinden,
oder ein furchtbar böser Diktator wird wieder die „freie Welt“ bedrohen, wodurch man
dann die nächsten Kriege rechtfertigen kann. Die Geschichte wiederholt sich –
zumindest solange dieses Geldsystem die Welt regiert.
Alle übernationalen Geldinstitutionen – also IWF, BIZ, Weltbank und die einzelnen
Zentralbanken – sind über diverse Ecken in Privatbesitz. Daß es kein Staatsgeld,
sondern nur Privatgeld gibt, erkennt man schon allein daran, daß andernfalls nicht alle
Staaten verschuldet wären. Die Staaten sind in diesem System nur Abteilungen der
übergeordneten Plutokratie. Sie sind Handlanger der internationalen Privatbankiers
und dienen als ihre bewaffneten Arme dazu, die Völker der Erde zur Verwendung des
Privatgeldes als „gesetzliches Zahlungsmittel“ zu zwingen und andere Völker, die sich
nicht unterordnen wollen, notfalls gewaltsam zu unterwerfen.
Massenmedien als Machtinstrument
Geld regiert zwar die Welt, aber nicht ohne Hilfe der Medien. Doch da die Hersteller
des Geldes über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen, dürfte es ihnen nicht allzu
schwer gefallen sein, alle kapitalintensiven Medien – also Fernsehen, Radio und Presse
– unter ihre Kontrolle zu bringen und fortan die „öffentliche Meinung“ nach den
eigenen Wünschen zu gestalten.
Alle relevanten Medienkonzerne befinden sich in den Händen einiger Persönlichkeiten,
die nicht im Lichte der Öffentlichkeit stehen und deren Namen man in keinem
Impressum findet. Auch die „öffentlich-rechtlichen“ Medien gehören nicht den
Bürgern, solange der verschuldete Staat gewissen Gläubigern gehört. Über die Werte
und Interessen der Medieneigentümer kann man als Medienkonsument nur
spekulieren – falls man überhaupt so weit denkt.
Wie in jeder anderen Firma, so herrschen auch in
Medienkonzernen und staatlichen Medien hierarchische
Strukturen. Jeder Journalist hat seinen Vorgesetzten,
der wiederum seine Weisungen von der nächsthöheren
Ebene erhält. Jeder Reporter, Nachrichtenvorleser,
Moderator, „Promi“, Ressortleiter, Chefredakteur und
so weiter ist auf seinen Job angewiesen und hat somit
den Weisungen von oben Folge zu leisten. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Selbst
der Vorstandsvorsitzende eines Medienkonzerns ist nur eine kleine Nummer im
Vergleich zum Eigentümer. Wer ausschert wird mundtot gemacht oder fliegt raus.
Viele gutgläubige Menschen begründen zum Beispiel ihren Glauben an die offizielle
Darstellung der Ereignisse vom 11. September 2001 damit, daß sie sich einfach nicht
vorstellen können, daß alle Journalisten lügen und kein einziger auspackt. Wie naiv
diese Vorstellung doch ist! Es ist überhaupt nicht nötig, daß alle Journalisten einer
solchen Verschwörung angehören. Die meisten von ihnen hinterfragen die
Agenturmeldungen, die sie zu kopieren oder vorzulesen haben, ohnehin nicht. Und
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 23 von 39
investigative Journalisten, die den Charakter, das Selbstbewußtsein und den Mut
haben, sich gegen den Mainstream zu erheben, sind rar und meist arbeitslos, so daß
man sie einfach nicht zu Gesicht bekommt. Genau wie in der Politik, so kommen auch
im Journalismus nur die hinterhältigsten, gerissensten, charakterlosesten und
verlogensten Elemente nach oben. Es gilt auch hier die Regel:
• Wer klug und ehrlich ist, fliegt raus oder geht selbst.
• Wer klug und gerissen ist, spielt mit und steigt auf.
• Wer naiv und folgsam ist, verdient seine Brötchen in den unteren Ebenen.
Die Psychologie der Massen wird von den Gestaltern der „Öffentlichkeit“ perfekt
beherrscht. Alle Menschen sind manipulierbar. Gegen die professionellen Methoden
der Manipulation ist das Gehirn nahezu chancenlos. Selbst die Hartgesottensten
glauben irgendwann die unsinnigsten Botschaften, wenn sie nur ausgeklügelt genug
verpackt sind und oft genug wiederholt werden. Viele beginnen sogar, am eigenen
Verstand zu zweifeln, wenn scheinbar alle Anderen bestimmte Dinge glauben und tun,
während nur man selbst anders ist. Von dieser Gehirnwäsche globalen Ausmaßes
können kleine Nummern wie Scientology nur träumen. Selbst die katholische Kirche
kann da nicht mehr mithalten.
Wenn Manipulation grundsätzlich nicht funktionieren
würde, dann gäbe es doch auch keine Werbepsychologen,
weil sie dann nutzlos wären. Das Gehirn eines Menschen –
wie intelligent er auch sein mag – ist wie ein Computer
ohne Firewall und mit Hintertüren ohne Ende. Die in
emotionalen Reizen verpackten Botschaften finden ihren
Weg ungefiltert am Verstand vorbei direkt in das limbische
System. In diesem Teil des Gehirns, wo Emotionen und
Triebverhalten sitzen, entfalten die Signale die gewünschte Wirkung, meist ohne
überhaupt bemerkt zu werden. Werbung ist nicht ohne Grund so teuer. Jede
Sendesekunde schafft Zugang zu Millionen von ungeschützten Gehirnen, in denen
man das gewünschte Verhalten auslösen kann.
Ähnliche Methoden wie in der Werbung werden selbstverständlich auch in der
Meinungsmache eingesetzt. Ihr schwerstes Geschütz ist die „öffentliche Diskussion“,
bei der natürlich stets nur Vertreter der Systemparteien und Scheinopposition
anwesend oder zumindest in deutlicher Überzahl sind. Der Zuschauer bekommt dabei
den Eindruck, daß die soziale Gruppe, der er angehört, in einer Versammlung, der er
beigewohnt hat, zu einer gemeinsamen Meinung gekommen sei. Er konnte zwar selbst
nichts zur Diskussion beitragen und wundert sich, daß niemand seine vermeintliche
Außenseitermeinung vertreten hat. Aber der Konformitätsdruck wirkt, und er schließt
sich in der Regel der veröffentlichten, vermeintlichen Mehrheitsmeinung an.
Abgerundet wird diese virtuelle Realität dann noch durch die Umfrageergebnisse der
„renommierten“ Meinungsforschungsinstitute. Regelmäßig belehren sie uns darüber,
wie beliebt bestimmte Politiker sein sollen oder wie das Volk angeblich zu wichtigen
Fragen stehen würde. Die gesamte veröffentlichte Meinung dient jedoch ausschließlich
dazu, die gewünschte Meinung zu erzeugen.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 24 von 39
Millionen Menschen unterliegen permanent dieser Täuschung und leisten dadurch
selbst ihren unfreiwilligen Beitrag zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Illusion.
Fragwürdige Aussagen von Politikern und Medien führen zu einem Effekt, den man in
der Sozialpsychologie als „pluralistische Ignoranz“ bezeichnet. Wenn Menschen sich in
der Beurteilung einer Situation unsicher sind, dann neigen sie dazu, zu beobachten,
wie andere Menschen sich verhalten. Diese befinden sich jedoch in derselben
Schockstarre, und reagieren nicht, was einen selbst wiederum darin bestärkt,
ebenfalls nicht zu reagieren.
Selbst wenn ein Fünkchen Wahrheit gelegentlich mal durchsickert, geht dies in der
gigantischen, sich stets wiederholenden Informationsflut der Massenmedien einfach
unter.
So läßt sich die Herde in jede gewünschte Richtung lenken. Schuldenlüge, al-Qaida,
Grippewellen, Klimaschwindel und so weiter sind nur wenige Bausteine des
gigantischen Lügengebäudes, in dem die meisten Menschen heute immer noch leben.
Die gesamte Weltgeschichte verdient es unter solchen Umständen genauer hinterfragt
zu werden. Am schnellsten kommt man der Wahrheit ein gutes Stück näher, indem
man einfach zu jeder veröffentlichten Meinung über das glatte Gegenteil nachdenkt.
Besser ist es natürlich, genauer zu recherchieren, denn dann erlebt man eine
interessante Reise der Erkenntnis, wenn man nach Georg Christoph Lichtenbergs
Devise vorgeht: „Was jedermann für ausgemacht hält, verdient am meisten
untersucht zu werden.“
Diktatur mit freien Wahlen
Die obersten Politiker sind nicht dumm. Das mag für viele überraschend klingen, doch
sie sind wirklich gerissen und jeden Cent wert, den sie bekommen – nur leider nicht
aus Sicht des Volkes. Man kann zwar nicht der gesamten Parlamentsfüllmasse
unterstellen, daß sie wissentlich und absichtlich handelt, wenn sie jeden ihr
vorgelegten Hochverrat wie befohlen abnickt. Aber die Spitzenpolitiker wissen sehr
genau, was gespielt wird und wem sie zu dienen haben. Das Volk darf seine Gegner in
den Parlamenten keinesfalls unterschätzen. Diese Staatsfeinde vertreten die
Interessen der Geldhersteller und -verleiher, was man auch leicht daran erkennen
kann, wofür Rettungspakete in hundertfacher Milliardenhöhe auf Rechnung der
Steuerzahler spendiert werden und wofür nicht. Doch bei den meisten Menschen ist
das so noch gar nicht angekommen.
Die entscheidende Rolle dabei spielen natürlich die Massenmedien. Eine Ausnahme
stellt zurzeit noch das Internet dar. Dementsprechend wird es auch keine
Überraschung sein, wenn mit fadenscheinigen Argumenten die allgemeine Internet-
Zensur eingeführt wird. Dann wird jeder Politiker, der es wagen sollte, etwas dagegen
zu unternehmen, als Befürworter von Kinderpornographie an den Pranger gestellt
werden. So müssen sich die Politiker sogar noch ihr eigenes Grab schaufeln, indem sie
die allgemeine Internet-Zensur einführen und dann erst recht von den Meinungsmachern
abhängig bleiben.
Alle Politiker sind auf wohlwollende Massenmedien angewiesen, um ein bestimmtes
Amt und die damit verbundenen Privilegien zu erlangen. Sie brauchen die „öffentliche
Meinung“ auf ihrer Seite und richten all ihre Handlungen daraufhin aus. Es gibt jedoch
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 25 von 39
keine „öffentliche“, sondern nur eine „veröffentlichte“ Meinung, die von den
Eigentümern der Massenmedien erzeugt wird. Damit haben sie die Macht, jede
beliebige Person in jedes beliebige Amt zu setzen, dort zu steuern und bei Bedarf
wieder daraus zu entfernen.
Darum ist es auch völlig irrelevant, wer für welches Amt als Marionette dient. Alle
Politiker müssen gehorchen. Doch das fällt ihnen nicht schwer, denn sonst wären sie
ja nicht so weit gekommen. Während einer gesamten politischen Laufbahn herrscht
das Prinzip der negativen Selektion: Zum Erreichen der lukrativsten Posten braucht
man vor allem Eigenschaften wie Schauspielerkönnen, Charakterlosigkeit,
Gerissenheit, Habgier und Geltungsdrang. Von Systempolitikern kann man nichts
erwarten. Sie sind weder dazu ausgebildet, noch fähig, noch willens, irgendetwas
anderes zu tun, als die Interessen ihrer Förderer zu vertreten, sei es wissentlich oder
aus Dummheit.
Neue Ideale haben keine Chance. Viele neue Parteien träumen davon, was sie alles
bewirken würden, wenn sie nur das Interesse der „Öffentlichkeit“ auf sich ziehen
könnten. Doch die veröffentlichte Meinung ist ein Machtinstrument! Und derartig
mächtige Werkzeuge kann man nicht mal eben schnell an sich reißen! Daher ist es
auch völlig sinnlos, sich in irgendeiner der vielen neuen Parteien zu engagieren, die
sich allesamt stets darüber wundern, daß sie keinerlei Beachtung bekommen. Das
System erhält sich selbst. Zuerst muß man systemkonform werden, dann bekommt
man wohlwollende Medienberichte, und erst dann darf man vielleicht mal Regierung
spielen. Das ist auch der Grund, warum jede Regierung im Wesentlichen immer das
Gleiche tut:
• Teile und herrsche: Die Parteien haben vor allem die Aufgabe, die Zinssklaven in
Untergruppen einzuteilen und deren Interessen dann gegeneinander auszuspielen:
Mann gegen Frau, Jung gegen Alt, geringverdienende Zinssklaven gegen
besserverdienende Zinssklaven, Inländer gegen Ausländer, Christen gegen
Moslems, Raucher gegen Nichtraucher, Linke gegen Rechte, Dicke gegen Dünne,
Homo gegen Hetero, Hund gegen Katz und so weiter und so fort. Sollen die einen
mehr Steuern oder Pflichten bekommen oder die anderen mehr Transferleistungen
und Rechte oder umgekehrt? Täglich wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben,
damit Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Selbständige, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger,
Rentner sowie Minderheiten gleich welcher Art bloß nicht bemerken, daß sie alle
zur Gruppe der Zinssklaven gehören, während die Feudalherren und ihr
Geldsystem vom Parteienkartell stets unbehelligt bleiben.
• Brot und Spiele: Staatliche Transferleistungen sind das moderne Brot. Und auch
die Spiele wurden mittlerweile perfektioniert. Niveaulose Unterhaltung zur
Volksverdummung, Casting-Shows zum Fremdschämen, subtile Botschaften in
Filmen zur Erziehung und manipulative Musik im Radio zur Sedierung wirken wie
psychologische Massenvernichtungswaffen. Und selbst die kritischsten Denker
haben es schwer, wenn sie an die Informationen, die sie zum Nachdenken
bräuchten, einfach nicht herankommen. Stattdessen werden sie durch Fehlinformationen
in Lehrmeinung, Büchern und Dokumentationen in die Irre geführt
und durch unnütze und verdrehte Nachrichten in Fernsehen, Radio und Presse
abgelenkt.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 26 von 39
Das Volk muß schließlich geteilt, satt, dumm, gleichgültig und bei Laune gehalten
werden. Henry Ford (1863 - 1947) sagte seinerzeit: „Würden die Menschen verstehen,
wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon
morgen früh.“
Man bekommt zwar viele Informationen kostenlos, jedoch kaum eine ist umsonst.
Irgendwer profitiert immer davon und finanziert sie. Meistens tun das natürlich
diejenigen, die über das nötige Geld verfügen oder es gar selbst herstellen. Sie
steuern die Medien und die Politik und treiben so die Verdummung des Volkes immer
weiter voran, bis eines Tages niemand mehr erkennt, daß die Wurzel allen Übels in
der zinsbelasteten Geldschöpfung durch Privatbanken und der daraus resultierenden,
allen Staaten übergeordneten Plutokratie liegt.
Das Modell der Gewaltenteilung
funktioniert noch nicht einmal bei den
drei Gewalten, für die es ursprünglich
konzipiert wurde: Exekutive und
Judikative sind fremdbestimmt durch
die Legislative. Und das BKA hat sich
Befugnisse aller drei Gewalten
verschafft und sich dadurch im Stil von
Gestapo und Stasi gleich ganz von
jeglicher Legitimationspflicht
abgekoppelt.
Doch unabhängig davon stehen über diesen drei Gewalten noch zwei wesentlich
stärkere, nämlich Geldschöpfung und Medien.
Den meisten Menschen ist noch gar nicht aufgefallen, daß nach jeder Wahl
weitgehend die gleichen Politiker in den Parlamenten sitzen. Diese Personengruppe als
Ganzes kann man als Einheitspartei betrachten, die lediglich in verschiedene Flügel
eingeteilt wird. Die sogenannten Parteien sind tatsächlich nur Subparteien. Wie in der
früheren DDR bekommt „die Partei“ auch heute stets über 95 Prozent der
Wählerstimmen.
Die Massenmedien haben das Wahlvolk dabei so gut unter Kontrolle, daß
Wahlfälschungen erst gar nicht nötig werden. Rückständige Diktaturen manipulieren
Wahlen, moderne Diktaturen manipulieren die Wähler. Letzteres ist nicht nur
unauffälliger und effizienter, sondern sorgt sogar noch dafür, daß ein Verdacht auf
Wahlfälschungen erst gar nicht aufkommt und regimekritische Demonstrationen von
Anfang an gar keinen Nährboden finden.
Wahlen dienen nur dazu, die Illusion von der Demokratie aufrecht zu erhalten. Und
wer nicht wählen will, dessen Stimme wird automatisch durch „die Partei“, also die
CDUCSUSPDFDPGrünenLinke, per Umlageverfahren gestohlen. Hat ein Parlamentarier
erst einmal seinen Sitz ergattert, dann kann ihm praktisch nichts mehr passieren –
solange er nicht gegen die echte Regierung vorgeht, versteht sich. Als einer von
Tausenden von Parlamentariern in Bund, Ländern und Gemeinden muß er dann nur
noch Gesetzesvorlagen abnicken, ist bis zum Lebensende reichlich versorgt und trägt
für die Folgen seiner Handlungen nicht die geringste persönliche Verantwortung.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 27 von 39
Aber ein Problem haben diese Parlamentsparasiten:
„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen
Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des
Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und
Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“
Für diesen Meineid werden sie sich zu gegebener Zeit zu verantworten haben.
Fazit: Steuerboykott
Gemäß Grundgesetz Artikel 20 soll die Staatsgewalt vom Volke ausgehen und nicht
von übergeordneten Geldmächten. Würde diese verfassungsmäßige Ordnung
tatsächlich komplett gelten und auch nicht durch Politiker immer weiter beseitigt
werden, dann wäre ein Steuerboykott gar nicht nötig. Ein Aufruf zum Steuerboykott
unter Berufung auf das in Artikel 20 Absatz 4 verankerte Widerstandsrecht ist nur
dann erforderlich, wenn Politiker den Boden des Rechts verlassen. Dann allerdings,
wenn der Staat sich selbst nicht mehr an die eigenen Gesetze hält, schwindet auch die
Möglichkeit, derartigen Widerstand zu leisten.
Dieses Dilemma, daß ein Aufruf zum Steuerboykott in einem Rechtsstaat zwar möglich
aber nicht erforderlich ist, während er in einem Unrechtsstaat erforderlich aber nicht
möglich ist, erfordert eine gewisse Vorsicht bei entsprechenden Aufrufen. Während
chinesische Dissidenten für staatskritische Äußerungen im Gefängnis landen und einen
Nobelpreis erhalten, landen deutsche Dissidenten nur im Gefängnis, und niemand hört
von ihnen.
Selbst die höchsten Vertreter der westlichen „Demokratien“ müssen sich bei den
Betreibern des privaten Finanzsystems verschulden, sind also von ihnen abhängig.
Einen echten Rechtsstaat kann es aber nur dann geben, wenn der Staat und seine
Vertreter nicht von Banken, Konzernen und Medien abhängig sind, also nur nachdem
ein Finanz- und Steuersystem eingeführt wurde, das nicht einer übergeordneten
Geldmacht, sondern dem Volke dient. Alle etablierten Politiker können, dürfen, wollen
und werden das niemals tun, denn dadurch würden sie sich den Ast absägen, auf dem
sie alle selbst sitzen.
Demokratie unter einem kapitalistischen System ist eine Illusion. Kapitalismus heißt –
wie der Name schon sagt – „Herrschaft des Kapitals“ … und nicht „Herrschaft des
Volkes“! Nach dem Ende der Monarchie wurde keine Volksherrschaft errichtet,
sondern eine Plutokratie – eine Herrschaft des Kapitals. Die Macht geht nicht vom
Volke aus, sondern vom Gelde. Der Volksmund bringt es auf den Punkt: „Geld regiert
die Welt.“ Aber da Geld keine öffentliche, gemeinnützige Einrichtung ist, sondern das
private System einiger internationaler Geldherrscher, liegt dort das Zentrum der
Macht.
Die Staaten in ihrer heutigen Form sind lediglich die bewaffneten Arme der Geldmacht
und setzen unter Zwang und mit Gewalt durch, daß die Völker ein bestimmtes,
privilegiertes Privatgeld als „gesetzliches Zahlungsmittel“ akzeptieren. Und da dieses
nur durch Verleih in Umlauf kommt, also mit Zins und Zinseszins stets mehr Geld
zurückgefordert wird, als es überhaupt gibt, werden die Völker der Erde über
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 28 von 39
Generationen hinweg verschuldet und versklavt und müssen für alle Zeiten für
Steuern und Zinsen schuften.
Der Wirtschaftstheoretiker Gottfried Feder (1883 - 1941), dessen Zinskritik 1933 von
Kapitalisten, Kommunisten und Nationalsozialisten gleichzeitig bekämpft wurde, hatte
bereits 1919 in seinem Buch „Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des
Geldes“ festgestellt: „Die Brechung der Zinsknechtschaft gibt uns die Möglichkeit, die
Aufhebung aller direkten und indirekten Steuern zu betreiben. Hört es, Ihr
werteschaffenden Menschen aller Länder, aller Staaten und Kontinente, alle aus
direkten und indirekten Quellen fließenden Staatseinnahmen fließen restlos in die
Taschen des Großleihkapitals. Die Erträgnisse der werbenden Staatsbetriebe, als da
sind Post, Telegraph, Telefone, Eisenbahn, Bergwerke, Forsten u.s.w. reichen
vollkommen aus, um alle notwendigen Staatsaufgaben für Erziehung, Bildung,
Rechtspflege, Verwaltung, soziale Fürsorge daraus bestreiten zu können.“ Auch heute
noch hätten wir immense Einnahmen aus den Staatsbetrieben, wenn man dieses
Volksvermögen nicht „privatisiert“, also es den Geldherren nicht zugeschanzt hätte.
Das permanente Wachstum von Schulden wurde fest in unser Finanzsystem
eingebaut. Die „Staatsverschuldung“ und die daraus resultierenden Zinsen sind ein
Instrument zur Enteignung des Volkes. Dieses Finanzsystem durch immer mehr
Schulden und Steuern zu erhalten, wird von den Systempolitikern als „alternativlos“
bezeichnet. Doch dies geschieht ausschließlich in ihrem eigenen Interesse und nicht
im Interesse der Allgemeinheit. Dadurch führen die Parlamentarier den Staat
zwangsläufig immer tiefer in die Verschuldung und folglich in die Phase des
Faschismus.
Die BRD hat für das Privatgeld, das sie sich leihen mußte, um eine Währung in Umlauf
zu bringen, seit ihrer Gründung insgesamt rund 2 Billionen Euro Zinsen bezahlt. Ohne
diese unnötige Gebühr für die Benutzung eines privaten, überstaatlichen
Geldsystems wäre der Staat heute schuldenfrei. Jeder fünfte Steuer-Euro ist
mittlerweile für diese als Zinsen bezeichnete Geldgebühr zu entrichten. Die Politiker
begrenzen alle Staatsausgaben, nur nicht die Zinsen. Und wegen dieser Kosten
betonen sie auch immer wieder, daß sie für andere Dinge keinen Spielraum hätten,
den es allerdings gäbe, wenn der Staat unter einer kompetenten Führung das
Emissionsrecht für Geld selbst beanspruchen würde, anstatt sich dem internationalen
Finanzkapital unterzuordnen.
Wie schon zu Zeiten der Fuggers, von denen sich die Monarchen Geld leihen mußten,
so müssen auch heute die von den Geldherren und ihren Medien eingesetzten
Politikdarsteller den Staat bei den Betreibern des Finanzsystems verschulden, sich und
den Staat also unterordnen. Dies steht allerdings in Widerspruch zu Artikel 20, Absatz
2 des Grundgesetzes, wonach die Staatsgewalt nicht von internationalen Bankiers,
sondern vom Volke auszugehen hat, welches sich keiner höheren Macht unterordnen
muß. Unter solchen Bedingungen wäre der Staat aber nie in die Schuldenfalle geraten.
Dieser Logik folgend könnte man eigentlich die gesamte „Staatsverschuldung“ als
verfassungswidrig und nichtig erklären, wenn man es nur wollte.
Die Beseitigung dieser Mißstände wird ohne einen außerparlamentarischen Auslöser
kaum möglich sein, denn das etablierte Machtsystem wird sich schließlich nicht
einfach so selbst beseitigen. Vielmehr werden seine Nutznießer, die naturgemäß gewiß
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 29 von 39
keine Altruisten sind, alles dafür tun, ihre Privilegien zu verteidigen. Will man einen
Sumpf trockenlegen, so darf man nicht die Frösche fragen, und es nützt auch nichts,
selbst einer zu werden.
Ein möglicher Ausweg liegt in einem Steuerboykott, dessen Zweck es aber nicht ist,
einen Rechtsstaat zu schwächen oder Chaos auszulösen, sondern einen Marionettenstaat
zu beseitigen und Platz für einen gemeinnützigen, echten Rechtsstaat zu
schaffen, der nicht den Interessen einer übergeordneten Finanzmacht dient, sondern
allein den Interessen des Volkes.
Ein Steuerboykott kann den Staat aus den Klauen der Geldherren befreien, denn wenn
der Sklavenstaat bankrott ist, dann gehen seine Eigentümer leer aus, und die Sklaven
sind frei!
Wenn sich die produktiv arbeitenden Menschen außerhalb des bestehenden Systems
neu organisieren, dann können sie die Früchte ihrer Arbeit wieder selbst ernten und
müssen im Vergleich zu heute nur noch einen Bruchteil ihrer Lebenszeit mit Arbeit
verbringen. Pech haben dann nur die wenigen Zeitdiebe, die derzeitigen Machthaber,
die dann etwas kennenlernen werden, was sie noch nie erlebt haben: echte,
produktive Arbeit.
Wer dem Staat der Zins- und Steuersklaven entkommen will, der geht vielleicht ins
Ausland – falls er noch einen Staat findet, in dem die Situation besser ist und vor
allem auch bleiben wird. Viele gute Leute sind leider schon gegangen und haben
festgestellt, daß es in anderen Ländern auch nicht anders läuft und daß sie dort als
Fremde dann nicht einmal mehr die Legitimation haben, sich gegen das System zu
erheben. Durch Auswandern erlangt man keine Freiheit. Dieser Kampf muß zuhause
ausgefochten werden.
Aufklärung über die beschriebenen Mißstände findet man heute immer häufiger. Doch
kaum jemand geht einen Schritt weiter und gibt Lösungsansätze. Diese Lücke wird im
Folgenden geschlossen.
Unterstützung durch Mitbürger im Staatsdienst
Äußerst wünschenswert wäre es, wenn ein Steuerboykott gar nicht erst notwendig
wäre, wenn zum Beispiel alle Beamten gewissenhaft ihre Pflichten erfüllen und dem
kriminellen Treiben von Politikern nicht mehr tatenlos zusehen würden. Alle
Staatsdiener – insbesondere Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter – hätten
spätestens bei dem illegalen Ankauf von gestohlenen Bankdaten durch die Regierung
oder bei den rechtswidrigen Finanzhilfen für Banken und andere Staaten das Recht
und die Pflicht gehabt, die beteiligten Politiker auch ohne Aufhebung ihrer Immunität
unmittelbar zu verhaften.
Laut Grundgesetz genießen Abgeordnete des Bundestages Immunität, was sie vor
Strafverfolgung schützt. Die Polizei darf nur dann wegen einer mutmaßlichen Straftat
ermitteln und einen Parlamentarier verhaften, wenn der Bundestag dem zustimmt und
die Immunität aufhebt, es sei denn, er wird unmittelbar oder am Tag nach der
Tat festgenommen.“
Die Verhaftung der beteiligten Politiker wäre zum Beispiel sofort nach dem Ankauf der
Hehlerdaten-CD (StGB §§ 129, 259 und 260) oder nach der Zustimmung zur
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 30 von 39
Griechenlandhilfe (mehrfacher Verstoß gegen EU-Recht und das Grundgesetz) nicht
nur möglich, sondern die oberste Pflicht aller Beamten gewesen. Es bleibt die
Hoffnung, daß die Staatsdiener bei der nächsten Straftat der Politiker nicht mehr
wegsehen, sondern spätestens dann ohne zu zögern handeln.
Doch auch heute noch haben die Staatsdiener wie alle anderen Bürger auch gemäß
Grundgesetz Artikel 20 Absatz 4 das Recht, gegen Politiker vorzugehen, die die
verfassungsmäßige Ordnung beseitigen. Als Staatsdiener sollte man sich sogar dazu
verpflichtet sehen und die Politiker notfalls schlicht verhaften. Diese Maßnahme mag
außergewöhnlich wirken, aber Recht ist Recht. Der rechtswidrige Transfer von
deutschen Steuergeldern an Banken und ausländische Regierungen, die Beseitigung
der verfassungsmäßigen Ordnung und viele andere von den Politikern begangene
Verbrechen gegen das Volk sollte man nicht nur als illegal betrachten, sondern
darüber hinaus noch als Hochverrat.
Wenn aufrechte Bürger ihr durch das Grundgesetz gegebene Recht auf Widerstand
ausüben, indem sie beispielsweise die Steuerzahlungen an das Unrechtsregime
einstellen, dann sollte jeder Beamte gut überlegen, ob er diesen Verfassungsschützern
wirklich durch Zwang oder gar mit Gewalt das Geld abnehmen will, um es dann den
Politikern für ihre Machenschaften zur Verfügung zu stellen. Wer als Beamter
Rechtsbruch und Hochverrat von Politikern unterstützt, der verrät das Grundgesetz,
das er eigentlich verteidigen sollte. Die Nürnberger Prozesse könnten nicht die letzten
Prozesse ihrer Art gewesen sein. Man sollte sich rechtzeitig auf die richtige Seite
stellen, auf die Seite von Recht und Gerechtigkeit, Vernunft und Gewissen.
Wer als Beamter seine Pflichten nicht rechtzeitig erfüllt, der muß sich nicht wundern,
wenn es zu spät ist und er den Schießbefehl auf das eigene Volk erhält, der über den
Lissabon-Vertrag bereits vorbereitet wurde! Doch solange von Seiten der Staatsdiener
keine Unterstützung kommt, kann sich das Volk notfalls anders zur Wehr setzen.
Aktiver Steuerboykott per Rechtsweg und Zahlungsstopp
Das Steuersystem der BRD ist so kompliziert und enthält so viele
Lücken und Fehler, daß eine exakte Steuererklärung und eine
gesetzeskonforme Besteuerung völlig unmöglich sind. Nicht
umsonst werden alle Steuerbescheide nur noch mit einem
Vorläufigkeitsvermerk ausgestellt. Es fehlt darauf auch die Unterschrift eines
persönlich haftenden Beamten, während andererseits jegliche Staatshaftung gemäß §
839 BGB ausgeschlossen ist. Die BRD wälzt so die Verantwortung auf den kleinen
Beamten vor Ort ab, und dieser entzieht sich dann durch die fehlende Unterschrift
seiner Pflicht, mit seinem gesamten Privatvermögen für eventuelle Schäden zu haften.
Allein aus diesen Gründen könnte man in einem Rechtsstaat bereits jegliche
Steuererklärung und -zahlung verweigern.
Politiker verwenden die Steuergelder zum Teil für kriminelle Handlungen. Mit
Steuergeld wurden zum Beispiel gestohlene Bankdaten angekauft, was gemäß
Strafgesetzbuch unter anderem den Straftatbestand der Hehlerei erfüllt. Wer Steuern
zahlt, macht sich dadurch der Beihilfe schuldig. Wer Steuern eintreibt, nötigt ehrliche
Bürger, sich an solchen Straftaten zu beteiligen und macht sich dadurch ebenfalls
strafbar – zumindest theoretisch in einem Rechtsstaat.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 31 von 39
Auch aus Gewissensgründen könnte man eigentlich alle Steuerzahlungen verweigern,
denn mit Hilfe dieser Gelder wird unter anderem in Afghanistan ein völkerrechtswidriger
Angriffskrieg geführt, bei dem schon viele unschuldige Menschen umgebracht
wurden. Die Steuerzahler bezahlen Waffen und Munition, mit denen dies geschieht.
Sie werden gezwungen, Beihilfe zum Mord zu leisten. Aber eigentlich steht die im
Grundgesetz verankerte Gewissensfreiheit über dem Steuerrecht. Doch auch für diese
Argumentation wird man von der BRD-Justiz gnadenlos verfolgt.
Es ist auch höchst umstritten, ob die BRD-Regierung völkerrechtlich überhaupt dazu
legitimiert ist, über das hier ansässige Volk zu herrschen, denn dieses hat seit der
sogenannten Wiedervereinigung noch nicht über eine gemeinsame Verfassung
abgestimmt. Und falls das Grundgesetz von 1949 tatsächlich für die zusammengefaßten
Gebiete der ehemaligen BRD und DDR gelten sollte, dann besteht gemäß
Artikel 20 Absatz 4 ein Recht auf Widerstand, wenn die verfassungsmäßige Ordnung
beseitigt wird, was momentan zweifelsfrei geschieht.
Das Zahlen von Steuern kann man unter solchen Umständen – rein rechtlich –
eigentlich nur als freiwillig betrachten. Den Schutzgeldeintreibern ist all dies natürlich
egal, und wer sich mit ihnen anlegt wird schnell abgestraft.
Bertolt Brecht wird das Zitat zugesprochen: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird
Widerstand zur Pflicht!“
Theoretisch hat man angesichts der klaren Sachlage schon lange das Recht und die
Pflicht, Widerstand zu leisten, indem man zum Beispiel alle Steuerzahlungen einstellt.
Die Steuerzahler, insbesondere die Unternehmen, die die Einkommenssteuer, die
Umsatzsteuer und die Mineralölsteuer kontinuierlich an die Systemvertreter abführen,
könnten alle Zahlungen ab einem bestimmten Stichtag kollektiv einstellen und dem
Regime dadurch kurzfristig den Mittelzufluß weitgehend zudrehen.
Praktisch würden die Steuerverweigerer dabei jedoch existentielle Risiken eingehen –
zumindest solange die sogenannten „Staatsdiener“ noch den Banken und Politikern
dienen anstatt dem Staat. Auch eine massenhafte Beteiligung ist extrem schwierig zu
realisieren, solange die gesteuerten Massen noch auf ihren Fernseher hören anstatt
selbst zu denken. Zuerst würden die Mainstream-Medien solche Bestrebungen
vollständig verschweigen und aus der veröffentlichten Diskussion fernhalten. Sollte
dies später nicht mehr gelingen, würden die Meinungsmacher die veröffentlichte
Meinung schnell gegen die „Steuer-Terroristen“ aufbringen und eine breite Beteiligung
am aktiven Steuerboykott zu verhindern wissen.
Die BRD ist kein Rechtsstaat! Sie ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, ihr
Schutzgeld notfalls auch gewaltsam einzutreiben. Wehe dem, der die Frechheit
besitzt, sich auf den Rechtsstaat zu berufen! Die ferngesteuerte Regierung verfügt
über Exekutive und Judikative. Sie besitzt das Gewaltmonopol und wird es in letzter
Konsequenz auch einsetzen. Wenn die Exekutive schließlich mit Waffengewalt anrollt,
um die Steuern einzutreiben, dann nützt es nichts, sich hinter dem Grundgesetz zu
verstecken, denn die von der Regierung ebenfalls kontrollierte Justiz wird niemals
zugeben, daß sie abhängig ist, daß die verfassungsmäßige Ordnung entweder ohnehin
nie gegeben war oder aber beseitigt wird und daß die Staatsgewalt nicht vom Volke
ausgeht, sondern vom Gelde.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 32 von 39
Da der aktive Steuerboykott aufgrund der bestehenden Machtstrukturen für alle
Mitstreiter sehr gefährlich ist, stellt sich die Frage, mit welchen Methoden man durch
passiven Widerstand in Steuerboykott treten kann.
Passiver Steuerboykott und Systemboykott
Mahatma Gandhi sagte einmal: „Ziviler Ungehorsam wird zur heiligen Pflicht, wenn
der Staat den Boden des Rechts verlassen hat.“
Der produktive Teil der Bevölkerung arbeitet in der Regel für Giralgeld. Und dadurch
versorgt er primär den unproduktiven Teil, also Feudalherren, Bankster,
Versicherungen, Politiker, Juristen, Pensionäre und alle anderen Transferempfänger.
Ein systemkonformer Klempner muß zum Beispiel einen ganzen Tag lang arbeiten, um
mit seinem Nettolohn nur eine Stunde seines systemkonformen Malerkollegen
bezahlen zu können – und umgekehrt. Hätten die beiden außerhalb des Systems
gehandelt, also ihre Arbeitsleistung direkt ausgetauscht, ohne den Umweg über
Bankengeld, hätte jeder mit nur einer Stunde Arbeit den gleichen Nutzen bekommen
und den Rest des Tages frei gehabt.
Die effektivste Form des passiven Widerstands besteht darin, daß sich alle produktiv
arbeitenden Menschen zu Netzwerken zusammenschließen, in denen sie nur echte
Leistungen von privat zu privat (nicht gewerblich!) austauschen, alternative
Währungen einsetzen und hierfür kein Bankengeld mehr benutzen, welches schließlich
leistungslos entsteht. Die Mitglieder solcher Netzwerke könnten sich so gut selbst und
gegenseitig versorgen, daß ihr Arbeitsaufwand auf einen Bruchteil des heutigen
schrumpfen würde. Menschen, die von der Regierung und vom schuldbehafteten Geld
des Bankensystems unabhängig sind, also zum Austausch von Waren und
Dienstleistungen keine Euros, Dollars, Franken und so weiter mehr benutzen, sondern
Selbstversorgung, Tauschhandel und Alternativwährungen aufbauen, haben kein
steuerpflichtiges Einkommen und benötigen es auch nicht.
Ohne Konfrontation mit den bestehenden Machteliten treten autarke Gemeinschaften
aus dem System aus und hinterlassen es am Ende als leere Hülle. Bankiers,
Geldadel, Konzerneigentümer, Medienfürsten und Politiker können darin dann ohne
Volk weitermachen und sich gegenseitig betrügen, belügen, vergiften und versklaven.
Und während niemand mehr für sie arbeitet, können sie nur noch ihr wertloses Papier
fressen oder ebenfalls austreten und sich dem ehrlichen Volk mit ehrlicher Arbeit
anschließen – sofern sie überhaupt für eine nützliche Arbeit zu gebrauchen sind.
Gemäß Grundgesetz gibt es das Recht, Widerstand zu leisten – gemäß Naturrecht gibt
es sogar die Pflicht. Eine indianische Weisheit sagt: „Wenn jemand ein Problem
erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.“ Jeder,
der das herrschende Geldregime durch unterlassenen Widerstand unterstützt und als
kleines Rädchen im Getriebe des Systems mitwirkt, handelt wider seine natürlichen
Pflichten und muß sich zumindest vor seinem eigenen Gewissen dafür verantworten.
Heute gibt es bereits Widerstandskämpfer, die sich nach vorne wagen. Wer ihnen
heute die Unterstützung verwehrt, wird sich dies möglicherweise in einer neuen
Gesellschaftsordnung vorwerfen lassen müssen. Der weitere Verlauf der Geschichte
wird auf diese Frage zurückkommen, wie es auch früher schon der Fall war.
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 33 von 39
10 Methoden des passiven Widerstands
1.) Selbstversorgung, Tauschhandel und Alternativwährungen
Wer sich einen Sachwert selbst schafft, zahlt dafür keine Steuern. Wer ihn privat mit
anderen tauscht ebenfalls nicht. Geld benötigt man eigentlich nur, um den Tausch und
die arbeitsteilige Wirtschaft zu erleichtern. Theoretisch könnte man alles Mögliche als
Geld benutzen, um so dem System zu entkommen. Aber leider zwingt der Staat – als
Handlanger der Banken – die Menschen dazu, nur Bankengeld als Tauschmittel
einzusetzen, indem er es zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Der Preis für die
Benutzung dieses Zahlungsmittels ist die exponentiell steigende Zinslast, die für die
umlaufende Geldmenge an die Geld-Mafia zu entrichten ist.
Das „Wunder von Wörgl“, war ein Versuch, während einer Weltwirtschaftskrise ohne
Bankengeld zu wirtschaften. Weil das damals dort eingeführte, umlaufgesicherte
Geldsystem extrem erfolgreich war, wurde es unmittelbar durch die zuständige
Zentralbank und ihren angeschlossenen Staatsapparat verboten. Gewerbsmäßiger
Tausch ohne Bankengeld wird durch den bewaffneten Arm der Banken – den Staat –
untersagt. Wenn also zum Beispiel ein Gärtner einem KFZ-Mechaniker den Garten
richtet und als Gegenleistung das Auto repariert bekommt, dann machen sich beide
theoretisch der Steuerhinterziehung strafbar. Unter Privatpersonen ist der Tausch
jedoch erlaubt. Jedes private Tauschgeschäft schwächt das System.
2.) Abhängige Beschäftigung beenden
Arbeitgeber UND Arbeitnehmer leisten ihren Frondienst für die Geldherren durch
Zinsen, Steuern und alle sonstigen Abgaben. Diese Gruppe der Fleißigen zu spalten,
war die Idee von Karl Marx, jenem Angehörigen der Geldherren, der ebenso wie die
Gewerkschaften niemals den Zins kritisierte. Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinigt
Euch! Arbeitsverträge schaden beiden Seiten. Effizienter ist es, als selbständige
Unternehmer oder besser noch als Privatleute zusammenzuarbeiten. Das spart die
Sozialversicherung und den direkten Steuereinzug von der Quelle. Unter dieser
Voraussetzung kann dann auch jeder im Rahmen seiner eigenen Widerstandskraft als
Unternehmer die Steuern aktiv boykottieren oder im privaten Rahmen Tauschhandel
betreiben.
3.) Nur den nötigsten Geldbedarf im System beschaffen
Schritt 1 und 2 können je nach Beruf und Eigentum an Wohn- und Produktionskapital
den Bedarf an Bankengeld erheblich reduzieren. Der übrige Geldbedarf kann je nach
persönlichen Fähigkeiten durch wenige Tage offizielle Arbeit im Rahmen der
steuerfreien Grenzen beschafft werden. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann auf
staatliche Leistungen zurückgreifen und das System auf diese Weise zusätzlich
aushöhlen.
4.) Bankrun und Geldboykott
Wenn nur jeder fünfzigste Euro von den Bankkonten abgehoben wird, bricht die Macht
der Banken zusammen. Politiker und Journalisten haben es durch beispiellose
Propaganda bisher geschafft, dies zu verhindern. Während sich die Banken wegen des
Ausfallrisikos gegenseitig kein Geld mehr leihen wollten, haben sie die Menschen dazu
gebracht, ihr Geld weiterhin auf den Bankkonten zu lassen. Durch diese Kredite der
Menschen an die Banken stützen sie das System, das sie versklavt. Der
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Mindestreservesatz von nur 2 Prozent bewirkt, daß man den Banken die Macht, über
100.000 Euro zu verfügen, entziehen kann, indem man nur 2.000 Euro vom Konto
abhebt. Hier kann schon jeder Einzelne sehr viel bewirken.
Viele Geldsparer betrachten die Sparzinsen irrtümlich als Erträge. Diese liegen jedoch
fast immer unterhalb der echten Inflationsrate, und zusätzlich wird noch die
Abgeltungssteuer abgezogen. Geld auf einem Bankkonto zu haben, ist ohnehin keine
gute Idee. Es ist dort pfändbar, und auch Banken und Politiker können sich daran
bedienen. Bei einer Pleitewelle im Bankensektor mag einem zwar der nominale Betrag
erstattet werden, denn dafür bürgt ja der Einlagensicherungsfonds und der Staat.
Aber beide haben nicht ansatzweise Geld in dieser Größenordnung. Sie bürgen
lediglich mit Inflationsgeld, das nachher nur einen Bruchteil der früheren Kaufkraft
hat. Das Gleiche gilt für Lebensversicherungen, Riester-Rente, Rürup-Rente, Rente
generell und alle sonstigen staatlich geförderten oder erzwungenen Vorsorgespenden.
Sie sind größtenteils pfändbar, nicht vererbbar, können mit Steuern und
Sonderabgaben belegt werden und entwerten sich durch Inflation.
Aber auch alles, was an Börsen gehandelt wird, kann schnell entwertet werden. Alle
Börsenkurse werden durch die großen Marktteilnehmer manipuliert. Sie treiben die
Kurse wohin sie wollen und haben dadurch immer einen Informationsvorsprung. Die
Gewinne und Boni der Großen sind die Verluste der als Kleinanleger bezeichneten
Kapitalspender. Nur wer aussteigt und Aktien, Lebensversicherungen, Anleihen,
Papiergeld und alle sonstigen Papierwerte in Sachwerte umtauscht, die er im privaten
Tauschhandel einsetzen kann, den kümmern derartige Betrügereien nicht länger. Auch
die Kaufkraft von Papiergeld wird manipuliert, eine Zentralbank kann eine Währung
jederzeit beliebig abwerten und benötigt dazu noch nicht einmal die Zustimmung der
sogenannten Volksvertreter. Nur echte Waren und Dienstleistungen lassen sich nicht
manipulieren, solange man ihren Wert nicht am willkürlich bewerteten und innerlich
wertlosen Bankengeld mißt. Einige Sachwerte – zum Beispiel Edelmetalle – eignen
sich außerdem hervorragend als Alternativwährung. Marktwirtschaftliche
Mechanismen werden automatisch dafür sorgen, daß sich das attraktivste
Zahlungsmittel etablieren wird.
5.) Boykott der „systemrelevanten“ Banken und Versicherungen
Alle „systemrelevanten“ Banken und Versicherungen sind das Eigentum jener Klasse,
die schon seit Generationen niemals arbeitet. Trotz allem wird man vorerst noch ein
Konto oder eine Versicherung brauchen, aber bitte nicht bei den großen Konzernen,
sondern allenfalls bei Volksbanken, Sparkassen und kleinen Versicherungsgesellschaften.
Auf Kredite sollte man natürlich generell verzichten.
Versicherungskonzerne sind im Prinzip nichts anderes als eine Zusammenballung von
Juristen, Statistikern und Verkäufern, deren Aufgabe ausschließlich darin besteht, den
Profit ihres Konzerns zu maximieren. Sie kreieren und verkaufen Verträge, aus denen
für ihre Opfer nur Beiträge entstehen, während Leistungen weitestgehend
ausgeschlossen werden. Über ihre Kontakte in die Politik schreibt sich die
Versicherungs-Mafia die Gesetze, durch die sie eigentlich reguliert werden sollten,
einfach selbst. Die meisten Versicherungen sind staatlich gedeckter Betrug und daher
soweit es geht zu meiden.
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6.) Boykott der Konzerne durch Regionalisierung
Die meisten Weltkonzerne sind das Eigentum der Strippenzieher im Hintergrund und
schöpfen ihre Macht und Profite aus Ausbeutung, Kinderarbeit, Krieg, Umweltzerstörung
und Korruption. Wer all dies nicht unterstützen will, sollte ihre Produkte
meiden, auch wenn sie noch so billig und verlockend erscheinen.
Alternativen bieten Wochenmärkte und regionale Hersteller, von deren Moral man sich
vor Ort noch selbst überzeugen kann. Dies belebt die regionale (Tausch-)Wirtschaft
und ist nebenbei auch besser für die Gesundheit. Wer dann noch auf das
hormonverseuchte, zusammengeklebte Gammelfleisch der Supermärkte und Fastfood-
Tierquäler verzichtet, tut nicht nur sich selbst, sondern auch den Tieren und der
Umwelt einen riesigen Gefallen.
7.) Boykott der staatlich vorgeschriebenen Drogen
Jeder Bürger hat die staatlich garantierte Freiheit, so viele Drogen zu nehmen, wie es
seine eigene Sucht bestimmt. Der Staat fördert sogar die Herstellung sowie Werbung
und Vertrieb, allerdings nur solange es sich um die legalen Drogen Alkohol, Nikotin
und Koffein handelt. Nur diese sind gesund für die Konzerne und die Steuereinahmen.
Durch den staatlich kontrollierten Drogenhandel wird erzwungen, daß nur
besteuerbare Monopoldrogen konsumiert werden und keine Konkurrenz durch weniger
schädliche, billigere oder gar steuerfreie Alternativen wie zum Beispiel Hanf
aufkommt. Wer zu schwach ist, um drogenfrei zu leben, hat nur die Wahl zwischen
staatlich vorgeschriebenen oder illegalen Drogen. Wer jedoch stark und selbstbewußt
ist, wer dem Konformitätsdruck widersteht und die Welt unvernebelt sehen will, der
verzichtet natürlich komplett auf alle Drogen, erhält seine Gesundheit und erkennt mit
klarem Kopf die Dinge, die anderen verborgen bleiben (sollen).
8.) Boykott der Pharmakonzerne durch alternative Medizin
Man muß kein Mediziner sein, um eines zu wissen: Alle Produkte der Pharmakonzerne
dürfen aus wirtschaftlicher Sicht niemals heilen. Sie müssen abhängig machen und
neue Krankheiten auslösen. Nur dann sind sie rentabel. Der Einfluß der Pharma-Mafia
auf die Politik und die Inhalte des Medizinstudiums ist immens. Wer noch ohne deren
Medikamente halbwegs überlebensfähig ist, sollte sich keinesfalls auf die langsame
Todesspirale der Abhängigkeit von der Pharmaindustrie einlassen. Der Bedarf an
Heilung wird durch die Punkte 6 und 7 schon erheblich reduziert. Für alles Weitere
bringt alternative Medizin meist den größeren Nutzen.
9.) Boykott der System-Medien
Um einen Medienkonzern zu besitzen, benötigt man enorme Mengen an Kapital. Die
heutige Pressefreiheit ist die Freiheit der Geldherrscher, ihre Weltanschauung zu
verbreiten und die Völker zu lenken. Von oben herab wird über hierarchische
Strukturen gesteuert, worüber und wie in Fernsehen, Radio und Presse zu berichten
ist. Die Antwort heißt: Alles abschalten, abmelden, nebenbei noch Kosten sparen und
sich nur noch über unabhängige Medien informieren!
Kultur bekommt man in den Mainstream-Medien heute ohnehin kaum noch geboten.
Stattdessen werden einem fast ausschließlich die Ausscheidungen der „Unterhaltungsindustrie“
zum Konsum vorgesetzt. Wo früher einmal Kultur war, herrscht
heute systematische Volksverblödung, Kulturvernichtung und Verführung. Unkritische
Verbraucher sind schließlich die besseren Konsumenten und desinformierte Arbeiter
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die besseren Sklaven. Die Aufgabe der Unterhaltungsindustrie besteht darin, die
Menschen durch ihre Filme, Musik und Shows im Sinne von Materialismus, Konsum
und unkritischem Denken zu manipulieren.
Die Gehirnwäsche der System-Medien ist so allgegenwärtig und so effektiv, daß man
sie erst erkennen kann, nachdem man sich ihr einige Wochen lang konsequent
entzogen hat. Sensible Menschen sollten sich auf diesen Schritt mental gut
vorbereiten, denn das Leben außerhalb der Matrix ist ein vollkommen anderes.
Unabhängige Informationen und echte Kultur findet man im Internet (außerhalb der
Konzernseiten) und auf regionalen Veranstaltungen.
10.) Wahlboykott
Alle Politiker müssen sich den höheren Machtstrukturen unterordnen, von denen sie
sich die Ressourcen erbetteln, die sie benötigen, um nach oben zu kommen. Hierbei
handelt es sich neben der finanziellen Unterstützung vor allem um die gekaufte
Meinungsmache. Die Politikdarsteller, die nach oben kommen, sind weiter nichts als
Marionetten. Sie nicken lediglich die Gesetze ab, die ihnen von Lobbyisten vorgelegt
werden. Die meisten von ihnen sind so dumm und selbstherrlich, daß sie gar nicht
bemerken, wie sie instrumentalisiert werden. Andere wiederum sind so gerissen und
gierig, daß sie das Spielchen zwar durchschauen, sich jedoch niemals gegen ihre
Gönner erheben würden. Im Parteiensystem kommt nur nach oben, wer die
Spielregeln der Finanz- und Medienmacht aus Dummheit oder aus Gerissenheit
befolgt. Daher ist es völlig sinnlos, sich überhaupt mit Wahlen und Politikern zu
befassen. Man sollte nicht nur Wahlen boykottieren, sondern auch die gesamte Show
drum herum. Wer gar nicht mehr hinsieht, schont seine Kräfte und muß sich nicht
ständig darüber ärgern, daß keine Regierung jemals etwas ändert. Auf diese Weise
entzieht man dem System die Energie.
Mit diesen Schritten, an denen sich jeder Einzelne ganz oder zumindest teilweise
beteiligen kann, läßt sich das System effektiv und gewaltlos beseitigen und Platz für
ein besseres schaffen.
Ausblick: Renaissance 2.0
Dank dem derzeit noch freien Internet verbreiten sich nun die Informationen, die das
System zum Wanken bringen. Ein Steuer- und Systemboykott auf Basis von
Netzwerken, die von Banken, Konzernen, Medien und Politikern unabhängig sind,
funktioniert ohne Konfrontation mit diesen Machteliten. Jeder Einzelne kann sofort
damit beginnen. Die Geldhersteller und ihre Gehilfen können dann in ihrem System
ohne Volk weitermachen, werden aber für ihr selbst erzeugtes Papier- und Giralgeld
kaum noch Waren und Dienstleistungen bekommen. Der Staat, das sind die
Menschen.
„In Zeiten universeller Täuschung ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer
Akt.“ (George Orwell)
Die Gesellschaft, die einst durch Aufklärung aus dem dunklen Mittelalter erwachte,
befindet sich heute unter einer neuen Dunstglocke, die von Banken, Konzernen,
Medien und Politikern erzeugt wird, für ein Leben voller Materialismus, Lügen,
Rico Albrecht – Steuerboykott 28.10.2011 Seite 37 von 39
Machtgier, Sklaverei, Konsum, Umweltzerstörung, Wachstumswahn, Krankheit, Kriege
und Verbrechen.
Doch wir erleben derzeit den Beginn eines neuen Zeitalters der Aufklärung, ein neues
Erwachen in ein Leben voller Idealismus, Freiheit, Frieden, Weisheit, Gesundheit,
Nachhaltigkeit, Liebe, Freundschaft, Kultur und Moral – alles Dinge, die man für Geld
nicht kaufen kann. – „The Best Things in Life Are Free.“
Alternativen
Abschließend stellt sich nun natürlich auch die Frage, wie die Menschen, die das
bestehende System verlassen haben, ihre gesellschaftliche Ordnung von Beginn an
gestalten.
Man könnte zum Beispiel die Demokratie einführen, aber dieser Versuch hat bisher
immer und überall zu einer versteckten Diktatur der Plutokraten geführt. Wenn eine
Demokratie überhaupt jemals funktionieren soll, dann muß von Anfang an geregelt
werden, daß niemand eine größere Macht bekommt, als die gewählten Volksvertreter.
Dazu müßten ihnen dann aber auch das Finanzsystem und die Medien untergeordnet
werden, was allerdings dazu führen würde, daß man das Ergebnis dann wohl kaum
noch als Demokratie bezeichnen kann. Was man heute unter einer Demokratie
versteht, ist eine Illusion, ein Widerspruch in sich und kann gar nicht funktionieren.
Demokratie ist nur eine besondere Form von Diktatur, und zwar eine besonders
gefährliche, da sie kaum erkannt wird und die getäuschten Menschen ihre
Unterdrücker sogar noch ungewollt unterstützen. In einer geldgesteuerten
Scheindemokratie liegt die Macht tatsächlich bei den Plutokraten, also bei den
Geldsystembetreibern und Medienbesitzern, den reichsten, mächtigsten und gierigsten
Menschen, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Daraus kann es nur einen
Ausweg geben: Eine Staatsführung durch besonders fähige Idealisten. Eine solche
Staatsführung hat dann die Aufgabe und wird dazu in die Lage versetzt, die Bürger zu
schützen. Jegliche Macht wird dann begrenzt, und die höchste Macht darf nur von
dieser Staatsführung ausgehen. Ein geeignetes Auswahlverfahren wird sicherstellen,
daß nur die weisesten und idealistischsten Menschen diese Autorität bekommen.
Die neue Staatsführung muß von geringer Personenzahl, kompetent, weise, fleißig,
unabhängig und von idealistischem Charakter sein. Sie muß vor allem auch bereit
sein, für all ihr Tun und Lassen die volle persönliche Verantwortung zu tragen. Daß
unsere derzeitigen Politikdarsteller mangels charakterlicher und fachlicher Eignung
dafür wohl kaum in Frage kommen, versteht sich von selbst. Solche Menschen werden
dann keinesfalls mehr mitwirken. Aber das werden sie dann auch ohnehin nicht mehr
wollen, denn eine weitere Voraussetzung ist, daß sich jeder Beteiligte zu einem
spartanischen Leben verpflichtet und weiter nichts erhält als Unterkunft und
Verpflegung für sich und seine Familie.
Volle persönliche Verantwortung, keine Privilegien und keine Bereicherung? Wer soll
dann noch bereit sein, eine solche Position zu übernehmen? Die Antwort ist ganz klar:
Nur die allerbesten!
Einer solchen Staatsführung kann und muß man dann selbstverständlich auch das
Geldwesen unterordnen. Silvio Gesell schrieb im Jahre 1920: „Ich stelle die
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Forderung, – seit 30 Jahren tue ich das unermüdlich – daß die Reichsbank zur reinen
Staatseinrichtung erhoben werde. Unbedingte Loslösung von der Börse, schärfste
Trennung von allen verführerischen, privatwirtschaftlichen Belängen, – eine
Notenanstalt soll sie sein, mehr nicht! Die Ausgabe von Banknoten soll nach scharf
gezogenen Richtlinien erfolgen, die jede Willkür ausschließen, jedes Börsenwucherspiel
im Keim ersticken, Krise, Krach, Geldstreik unmöglich machen. Die
Leitung der Notenbank soll der öffentlichen Aufsicht dadurch zugänglich gemacht
werden, daß die Einfachheit ihrer Grundsätze jedem durchsichtig wird.”
Als ersten Schritt benötigt das Volk eine Verfassung, und die kann es sich sogar nach
BRD-Recht durch einen selbst organisierten Volksentscheid selbst geben. Gemäß
Grundgesetz Artikel 146 gilt: „Dieses Grundgesetz [...] verliert seine Gültigkeit an
dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in
freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Die Machthaber und ihre Marionetten in
den Regierungen und Propagandaanstalten werden dazu nicht benötigt. Sie werden
selbstverständlich aus der Organisation ausgeschlossen.
Daß die aktuellen Machthaber über ihre ferngesteuerten Politiker und Medien ohnehin
niemals bei etwas mitwirken werden, was im Interesse des Volkes ist, dürfte nun wohl
jedem klar sein. Man würde also auch vergeblich darauf warten, daß die Gestaltung
der neuen Verfassung über deren vorgespielte „Öffentlichkeit“ ausgerufen wird. Daher
kommt als Medium hierfür nur das Internet in Frage. Wir werden eine Plattform im
Internet aufbauen, auf der ein Verfassungsentwurf ähnlich einem Open Source Projekt
entsteht und über den dann per Internet abgestimmt wird.
Der Widerstand der Machthaber wird vermutlich wie üblich ablaufen: Zuerst werden
ihre Massenmedien das Projekt komplett aus der veröffentlichten Diskussion
heraushalten. Ab einem Umfang, der dies nicht mehr zuläßt, werden sie es zunächst
lächerlich machen und dann schließlich als linken oder rechten Extremismus
diffamieren. Wie Mahatma Gandhi schon sagte: „Zuerst ignorieren sie dich, dann
lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.”
Auch der sogenannte „Verfassungsschutz” wird sich mit den Initiatoren befassen,
obwohl solche Bestrebungen gemäß Grundgesetz Artikel 5, 20 und 146 ausdrücklich
erlaubt und sogar absolut notwendig sind. Die zur Überwachung und zum Kampf
gegen die Freiheit der Systemsklaven beauftragten Mitarbeiter der
Unterdrückungsapparate sollten lieber gegen die wahren Verfassungsfeinde in den
Parlamenten und Geldfabriken vorgehen, anstatt ausgerechnet diejenigen zu
verfolgen, die die Rechte und Pflichten des Grundgesetzes ernstnehmen. Wer als
Staatsdiener und kleines Rädchen im Getriebe – wie schon oft in der Geschichte –
„nur den Anweisungen von oben Folge leistet”, verstößt dabei gegen das eigene
Grundgesetz und trägt dazu bei, daß auch er selbst und seine Nachkommen weiterhin
in Sklaverei leben und den Planeten durch ihren Wachstumswahn zerstören müssen.
In der neuen Verfassung wird dann natürlich ein Finanz- und Steuersystem verankert,
das dem Volke dient, anstatt es zugunsten einer kleinen, übergeordneten Gruppe
auszubeuten. Die Grundlagen für ein solches System wurden schon vor hundert
Jahren von Silvio Gesell ausgearbeitet und seither in vielen neuen Lösungen
weiterentwickelt. Nur leider werden diese Lehren in der von der Geldmacht
gesteuerten Volkswirtschaftslehre komplett verschwiegen. Es gibt bereits fertig
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entwickelte Gesellschaftsmodelle, die ohne Zinswucher und Wachstumswahn
auskommen, sinnlose Arbeitsplätze überflüssig machen, dafür aber ein
bedingungsloses Grundeinkommen bei gleichzeitiger Abschaffung von Steuern
ermöglichen.
Ein zinsfreies Geldsystem, das der Allgemeinheit dient, ist die Voraussetzung für die
nächsthöhere Entwicklungsstufe unserer Gesellschaft. Auf das Zeitalter des
Kapitalismus könnte das Zeitalter des Humanismus folgen. Dieser wichtige
Evolutionsschritt benötigt jedoch einen Auslöser, der außerhalb der bestehenden
Systeme zu finden ist. Welche Methoden hierfür geeignet sind, sollte nun bekannt sein
und verbreitet werden.
Literaturempfehlungen
Ludwig von Mises: Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel
Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung
Gottfried Feder: Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes
Prof. Dr. Margrit Kennedy: Geld ohne Zinsen und Inflation
Prof. Dr. Margrit Kennedy: Regionalwährungen
Prof. Bernd Senf: Der Nebel um das Geld
Prof. Bernd Senf: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise
Günter Hannich: Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg.
Günter Hannich: Staatsbankrott - Wann kommt die nächste Währungsreform?
Günter Hannich: Der Marionettenstaat - So durchschauen Sie die Pläne der Drahtzieher.
Helmut Creutz: Das Geld-Syndrom
Stephen Zarlenga: Der Mythos vom Geld - die Geschichte der Macht
G. Edward Griffin: Die Kreatur von Jekyll Island – Die US-Notenbank Federal Reserve
Andreas Popp: Der Währungs-Countdown
Andreas Popp: Das Matrix Syndrom
Andreas Popp: Brot und Spiele
F. W. Engdahl: Full Spectrum Dominance: Totalitarian Democracy in the New World Order
Gustave Le Bon: Psychologie der Massen
Elias Erdmann: Methoden der Manipulation